Einzelnen Beitrag anzeigen
  #53  
Alt 20.10.2022, 21:43
Tim_Tim Tim_Tim ist offline
registrierter Besucher
erfahrenes Forenmitglied
 
Registriert seit: 03.05.2020
Beiträge: 468
Tim_Tim ist ein sehr geschätzer Mensch dessen Wort hier Gewicht hat (Renommeepunkte mindestens +250)Tim_Tim ist ein sehr geschätzer Mensch dessen Wort hier Gewicht hat (Renommeepunkte mindestens +250)Tim_Tim ist ein sehr geschätzer Mensch dessen Wort hier Gewicht hat (Renommeepunkte mindestens +250)Tim_Tim ist ein sehr geschätzer Mensch dessen Wort hier Gewicht hat (Renommeepunkte mindestens +250)Tim_Tim ist ein sehr geschätzer Mensch dessen Wort hier Gewicht hat (Renommeepunkte mindestens +250)
AW: Der Fall Hans Moke Niemann - Schach-Skandal, Betrugsvorwürfe, Untersuchungen, Magnus Carlsen Ek

100 Millionen sind schon mal eine Ansage, obgleich in den USA wohl nicht so unüblich. Selbst wenn es nur einen Vergleich geben sollte (mit entsprechenden finanziellen "Einbußen"), ist es fraglich, ob er sich damit mittel- und langfrsitig einen Gefallen tut. Starke Worte eines Anwaltes werden nicht unbedingt reichen, und Carlsen als Multimillionär wird sich mehr und hochwertigere Anwälte leisten können. Ich denke, wir können davon ausgehen, dass Carlsen das Statement vorher von seinen Anwälten hat checken lassen, bevor er es veröffentlichte. Die Art und Weise der Formulierung dürfte da auch eine (möglicherweise) entscheidende Rolle spielen...
In seinem Statement hat es Carlsen ja relativ offen gelassen, ob er sich aufs Online-Schach oder aufs OTB-Schach bezieht. Niemann hat ja zugegeben, dass er zuletzt mit 16 Jahren, also vor drei Jahren (2019) gecheatet hat. Demgegenüber steht der Bericht von chess.com, dass er aber noch in 2020 (höchstwahrscheinlich) in einer ganzen Reihe von Online-Spielen (teils mit Preisgeld) betrogen hat. In Bezug auf einen Teil dieser Spiele stimmt Ken Regan auch zu. Dass der offizielle "Analytiker" der FIDE aufgrund seines von ihm entwickleten Algorithmus' auch zu dem Schluss kommt, könnte vor Gericht auch zur Sprache kommen. Wenn Regan es vor Gericht plausibel begründen kann, spielt es eher Carlsen in die Hände, denn mehr hat Carlsen auch an sich auch nicht behauptet.
Sich gleich drei Schwergewichte der Szene (chess.com, Carlsen und auch noch Nakamura(!)) zu Feinden zu machen, dürfte doch ziemlich riskant in Bezug auf seine weitere Karriere als Schachspieler sein. Vielleicht sagt sich Niemann aber auch, lieber (auf einen Vergleich) hoffen und so einige Milliönchen einstecken und auf diese Weise das kompensieren, was ihm eventuell an Preisgeldern entgehen wird, als am Ende mit gar nichts dazustehen. Wer weiß, wenn es in die Hose geht, muss er den Anwalt/ die Anwälte auch noch von seinem eigenen Geld bezahlen.
Mal schauen, was Nakamura zu der Sache sagt. Ich könnte mir sehr gut vorstellen, dass er sich köstlich darüber amüsieren wird.
Mit Zitat antworten