Ein sehr seltsame Art die Regeln anzuwenden, findest du nicht? Ich soll als SR darauf achten, wie es im Satz steht, bevor ich ein Vergehen ahnde? So ein Quatsch, also wirklich. Wenn sich einer im Spiel coachen lässt, dann sieht der Betreuer gelb, egal ob es 12:12 oder 0:10 steht. Das ist kein Fingerspitzengefühl, dass du da zeigst, sondern meiner Meinung nach entweder zu viel "Mitleid" (mir fällt kein passenderes Wort ein, ist aber egal,weil egal wie man es nennt, du sollst als SR objektiv sein) oder zu wenig Selbstvertrauen.
Wie willst du auch nach den Regeln rechtfertigen, den Betreuern für ein Vergehen erst später zu bestrafen? Ausserdem sieht das ja auch für die Zuschauer ein bißchen komisch aus, wenn du 3 Minuten später erst aufstehst und ne Karte ziehst...
Diese ewigen Diskussionen um "Fingerspitzengefühl" finde ich irgendwie immer abschreckend. Erstmal brauche ich, wenn ich die Regeln kenne, kein Fingerspitzengefühl. Dann habe ich nämlich eine "Auslegungsbandbreite" (klingt auch irgendwie hübscher), und kann mich zum einen der Situation angemessen verhalten, aber auch darauf achten, dass die Regeln nicht gebrochen werden und schon gar nicht zum Nachteil des Gegners. Letzteres ist beim Coachen wohl immer der Fall.
Sorry, wenn das etwas langatmig war hier.
Grüße,
Heidy2000