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Alt 10.11.2022, 23:26
Kellox Kellox ist offline
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Frust - wie das eigene Spiel finden?

Hallo allerseits,

ich bin grad etwas spielmüde/ frustriert nach einer 0:3 Bilanz von gestern Abend und frage mich, wie ich weiterkomme.
Spiele nun nach über 20 Jahren Pause seit einem Jahr im Schnitt 2x die Woche. Mit der eigenen Mannschaft in der Kreisklasse, gestern in der Bezirksklasse ausgeholfen. Zumindest beim ersten Einzel war es nicht aussichtslos- spielerisch und technisch würde ich sogar sagen, dass ich da gut mithalten kann, aber mental leider überhaupt nicht.
Viele leichte Fehler und wenns grad ausgeglichen ist- Aufschlagfehler. Und klar, die Sicherheit ist auch nicht da.

Ich habe mir nun überlegt, dass ich erstmal keine Punktspiele mehr machen möchte. In der Mannschaft sind genug Leute und ich spiele auch nur an 4. Position, lasse also niemanden im Stich.

Weils an der Draußenplatte so einen Spaß machte, bin ich letztes Jahr im September in den nächsten Verein gegangen, um mit Gleichgesinnten noch mehr Spaß zu haben und bin (leider?) sofort in der Mannschaft gelandet.
Die Punktspiele stressen mich total, ich bin danach total aufgekratzt und kann lange nicht einschlafen.

Lieber aus Spaß trainieren, Dinge ausprobieren und ohne Teamstress das ein oder andere Race spielen- das wäre jetzt so meine Idee. Ich will ja Spaß haben- und irgendwie das richtige Spielsystem finden. Material (grad verschiedene Hölzer) testen macht auch Spaß, aber nervt die Teammitglieder.

Mit der Vorhand greife ich ziemlich schnell an, sobald der Ball etwas länger ist, da mache ich weniger Fehler, als beim Vorhandschupf. Spin ist wohl auch gut drin, auch in der BK gestern gabs einige direkte Punkte, weil die Bälle hinten raus geblockt werden. Die Rückhand ist miserabel. Eröffnen traue ich mich selten (im Training dagegen 85% Trefferquote). Schupf ok, als einzige Stärke würde ich den platzierten Konter auf gegnerische Topspins ansehen. Fange daher grad an die Rückhand zu umlaufen, da aber noch mit Problemen beim Timing und entsprechender Fehlerqote, obwohl ich für meine 41j noch recht flott auf den Beinen bin.
Vor ein paar Wochen hatte ich den Kopf schonmal frei- mich vom Erfolgsdruck gelöst und einfach mal wieder Bock auf Noppenspiel mit der Rückhand (auch nachdem ich einige üble Erfahrung mit fiesen Angaben machen musste ^^).
Macht auch echt Laune, aber Sicherheit kommt leider noch keine damit in die Rückhand (jedenfalls nicht im Punktspiel)- wohl auch, weil ich NI und LN im Wechsel spiele. In den Trainingsspielen klappt das super, mache kaum Fehler, drücke die Bälle auf Unterschnitt in die Seiten, hacke Überschnittbälle ab.
Gestern im Doppel war davon leider nichts mehr übrig, alle Bälle viel zu hoch und oft Kanonenfutter. Beim Race im Einzel kein Thema, einfach weiter probieren und üben, bis die Bälle kommen.
Mein Doppelpartner war aber entsprechend genervt.

Bin dann selbst auch ziemlich frustriert nach Hause- mit meinen Zwei Einzel als Sieg hätten wir sogar gewonnen, so leider nicht.

Ich denke das solche Phasen ganz normal sind und wohl die meißten schon durchgemacht haben- vielleicht hat ja jemand einen Tipp oder ein paar aufbauenede Worte?
Meint ihr, dass es eine Gute Idee ist mit dem Spielbetrieb aufzuhören, oder verbaue ich mir damit eher die Chance mein Ding zu finden und weiterzukommen?

Ich muss dazu sagen, dass ich alle 1-2 Wochen Einzeltraining mache und dann immer euphorisch nach Hause komme, das Gefühl habe wieder Fortschritte gemacht zu haben.
Wenn ich dann alleine zu den Races fahre, kann ich auch da oft die Leistung abrufen (sind allerdings auch mal schlechte Phasen dabei) und dann gut mit Leuten mithalte, die so 250-300 Punkte mehr haben, als ich. Auch ein knappes 2:3 gegen einen 1700er war schon dabei (mit meinen 1250 Punkten^^).
Zwei Wochen später verliere ich bei dem Gegurke dann in der Kreisklasse gegen einen 1150er Noppi.
Auch das ist ein Grund erstmal zu pausieren, weil mir diese Gurkenspiele einfach keinen Spaß machen und das Gefühl habe, dass sie mich um meinen Trainingserfolg bzw. dem dort gespielten rausbringen.

Irgendwie habe ich das Gefühl, dass ich meine Fortschritte nicht mit in den Verein nehmen kann. Bin einfach nicht auf Zack, die Motivation fehlt teilweise, null Zuversicht bzw. Selbstbewusstsein. Und ja, etwas ungeduldig bin ich wohl auch, dass ich nach grad einem Jahr schon einen Sieg in der BK erwarte.

Meine Einzeltrainerin meinte ich sei eher kein Defensivtyp, aber mit der Rückhand erwische ich mich oft dabei in unklaren Situationen auch mit NI abzuhacken, anstatt Druck zu machen. Ich würde sagen von der Rückhandbewegung fällt mir das Kontern am leichtesten, dem Ball einfach noch etwas mehr Tempo mitgeben. Danach kommen die Hackbewegungen ala lange Noppe und Topspin geht im offenen Spiel überhaupt nicht, wills auch garnicht lernen.
Im Spiel klappts eigentlich am besten mit der Rückhand aufzuschlagen, etwas Seitenschnitt, damit die Chance größer ist, dass der Ball in die Vorhand kommt und dann feste anziehen. Je länger der Ballwechsel wird, umso geringer sind meine Erfolgsaussichten.
Dennoch merke ich, dass ich gegen Angriffsspieler besser klarkomme, als gegen Kröckler wie mich. Den Gegner das Spiel machen lassen und dann Kontern oder mal mit der Vorhand gegen gehen.

Also mal so 1 Jahr lang Einzeltraining+ Races und dann mal sehen, wo ich lande?

Sorry für den langen Text und das Gejaule, aber vielleicht gehts ja jemandem ähnlich und wir können uns hier austauschen...
Würde ja auch einen Therapeuten aufsuchen, kenne aber keinen, der auch Tischtennis spielt, da ist so eine Selbsthilfegruppe hier doch sicher erstmal das Beste ^^

Geändert von Kellox (10.11.2022 um 23:30 Uhr)
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