Zitat von Burrata
Man sollte sich vielleicht vor allem fragen, wie man mit China umgeht, wenn sie Taiwan angreifen.
Und unabhängig davon, wie man damit umgeht, dass China in wenigen Jahren die globale Wirtschafts- und Militärmacht Nummer 1 sein wird.
China wird in der Welt die führende Rolle haben, wie wir es in den letzten Jahrzehnten mit der USA kannten. Das wird eine Zeitenwende sein!
Wenn in den Vereinigten Staaten wieder die Republikaner mit Donald Trump an die Macht kommen, dann wird die wesentliche Allianz bröckeln. Trump hatte vor dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine sogar die NATO auflösen. Trump wird die Situation mit China sicherlich verschlimmern.
Und China wird auch weltpolitisch nicht isoliert sein, sondern mit Russland, Iran, Nordkorea, Bündnissen wie den BRICS-Staaten und O5-Staaten, Kooperation und Abhängigkeiten von afrikanischen Staaten eine weltweite mächtige Allianz haben. Und das ist ein großer Unterschied zur Situation früher mit der NATO und dem Warschauer Pakt, denn das war USA und Westeuropa gegen Osteuropa. Aber Chinas Allianz ist global und dem kann man nur mit einer starken geeinten NATO begegnen, die nicht nur militärisch, sondern auch wirtschaftlich eine mächtige, entschlossene und konsequente Einheit sein muss.
China ist der neue Weltwirtschaftsführer, da ist die Seidenstraße nur ein Baustein, aber das wird in den nächsten 5-10 Jahren eine dramatische Änderung im militärischen Bereich geben, dass China nicht nur eine viel größere Armee hat als die USA und NATO, sondern auch in allen anderen Belangen quantitativ überlegen sein wird, Marine (vor allem Anzahl Kriegsschiffe und U-Boote), Luftwaffe, Landstreitkräfte mit Artillerie und sonstigem militärischem Gerät, Raketen, Drohnen, usw.
Quantitativ hat man gegen China keine Chance und es ist nicht sicher, ob man in allen Bereichen qualitativ Vorteile haben wird (technologisch, Präzision, usw.) und selbst wenn, ob die Qualität überhaupt noch die Oberhand über die Quantität behalten kann.
Die USA und NATO, aber auch EU wird es nicht einfach haben, die Interessen aller Partner bündeln zu können, es wird immer Fälle geben wie Ungarn, aber natürlich auch Türkei welche ein Schlüsselstaat ist und Erdogan wie man an der Ukrainekrise sieht eine Schlüsselperson.
China kann aber vor ähnlichen Herausforderungen stehen, wenn es zwischen Partnern wie Indien und Pakistan Probleme gibt oder zwischen Iran und dem sich China annäherndem Saudi Arabien.
Aber für China ist es nicht so wichtig, dass die sich alle miteinander verstehen, denn China reicht es, wenn die sich alle gut mit China stellen und pro China sind und nicht pro USA.
Das ist es, was unsere Zukunft bestimmen wird und in dieser Hinsicht sollte man sich überlegen, wie man mit China und dieser weltveränderten Situation um geht.
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