Hm, also grundsätzlich muss man nicht versiegeln, wenn keine Holzfasern hängen bleiben, es ist oft aber nicht zu vermeiden.
Ich habe bereits auf 3 verschiedene Weisen versiegelt:
Klarlack
Epoxy-Harz-klarlack
Zelluloid in Aceton (kaputten Ball in Aceton aufgelöst)
Mit Klarlack aus der Dose ebenso wie mit dem Harz-Klarlack geht es relativ schnell (12-24h ) und einfach, das Holz wird etwas härter im Anschlag und bisschen schneller.
Wichtig bei allen Lackierungen: nicht bei hoher Luftfeuchte lackieren, dann wird der Lack milchig.
Nachteil: Haftungsproblem. Die Beläge halten evtl. nicht gut an den Rändern und man kommt um ein Anschleifen nicht herum. Das war am heftigsten beim Epoxy-Klarlack, der ist sehr hart und glatt. Ich musste teilweise bis aufs Holz wieder runterschleifen, damit die Beläge gehalten haben. Und dann hat man am Rand das Problem mit dem Ausfasern evtl. wieder.
Mit Lack empfehle ich sehr dünn zu lackieren, es sollte keine geschlossene Lackoberfläche entstehen, sondern nur die Holzfasern der Oberfläche miteinander verklebt werden, das reicht. Die kleinen Unebenheiten der Holzstruktur geben den Belägen etwas mehr Halt.
Der Durchbruch für mich war allerdings das Versiegeln mit Zelluloid, die Lösung trocknet sekundenschnell und das Holz ist theoretisch nach max. ner halben Stunde wieder spielbereit. Auch hier musste ich allerdings den Rand etwas anschleifen, was aber durch die weiche Schicht sehr leicht ging und auch nicht komplett erfolgen musste.
Vorteil auch, dass ich keinerlei Veränderung der Holzeigenschaften bemerkte.

Tip: bei der Gelegenheit die Holzkante des Blattes am Griff und am Übergang Griff-Blatt versiegeln, dass kein Schweiß von der Hand in die Furniere zieht. Verlängert evtl. die Lebensdauer des Holzes und man merkt es nicht.
Gruß