Auch auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole, hier meine Kernansichten:
- Das PKW-Argument greift nur bedingt. i.d.R. kommen die Leute doch meistens eh aus verschiedenen Richtungen (Arbeit, Freundin, ...) und auch öfters zu unterschiedlichen Zeiten (Hallo Frischkleber

).
- Manschaftssport adé!!! Das mit dem mehr spielen wäre angesichts der "tollen" neuen Regeln zwar interessant, doch ist mir dann doch der Charakter eines Mannschaftsspiels wesentlich wichtiger. Ich will auch mal meine Mitspieler spielen sehen, sie anfeuern und ihnen Tipps geben oder mich auch mit ihnen unterhalten. Genauso wie ich zugeschaut bekommen möchte, angefeuert werden und Tipps bekommen will. Zur viert: Zwei spielen, Einer zählt, Einer schaut zu -> für'n Ar

!
- Das 4er-System ist eigentlich eine Notlösung, weil bei den Damen und dem Nachwuchs oft nicht genügend Spieler(innen) verfügbar sind. Aufgrund der bekannten TV-Komprimierung wurde es für die BL übernommen. In den untersten Herrenklassen oder in Berlin nach der Zusammenführung Ost und West sowie in manchen neuen BL sind lediglich Ausnahmeregeln vorhanden, die historisch oder durch Spielermangel begründet sind. Daraus eine Verallgemeinerung ableiten -> Gute Nacht TT!
-Was aber wichtiger ist, das 6er-PK ist für mich das ideale System, auch was die Spannung angeht. Im Gegensatz zu dem 4er dreht sich oft noch ein Spiel, das beim 4er nach dem Gewinn der Eingangsdoppel oft schon entschieden ist. Dann das Schlussdoppel - Spannung und Dramaturgie pur. Ich war jedenfalls heilfroh, als ich im Herrenteam spielen durfte, weil ich es schon als Jugendlicher wesentlich genialer fand.
-Organisatorisch ist eine 4er-Umstellung nicht machbar, da das mannschaftsübergreifend Spielklassenchaos geben würde (aus 4 werden 6 Mannschaften, -> in welcher Klasse???). Die Kapazitäten und der Orgiaufwand durch zusätzliche Mannschaften würde die meisten Vereine so in ihre Grenzen verweisen, dass Training entscheidend eingschnitten oder unmöglich würde. Einzige Lösung wäre, durch weitere neue Regelnovellierungen soviele aktive Spieler vom TT zu vergraulen, dass dies dann "aufgefangen" werden könnte.
M.E. sollten sich die Befürworter von 4er-Teams fragen, ob sie wirklich an der MANNSCHAFTSSPORTART TISCHTENNIS interessiert sind, oder ob sie lieber ihre Priorität auf den Einzelspielbetrieb legen sollen.
Bei 4er-Teams wäre wahrscheinlich meine Schmerzgrenze erreicht, weiterhin auch aktiv in einer "Mannschaft", oder besser einer "Zweckgemeinschaft Einzelspielbetrieb" zu spielen.