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Zitat von Schwabenblocker
Ich habe noch nie viel von "Studien" gehalten, weil meist nur das rauskommt, was der Auftraggeber hören will.
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Wobei die Auftraggeber dabei oft nicht mal sagen müssen, was dabei so "ungefähr" herauskommen könnte - man "ahnt" (besser sicherlich: weiß, ist auch nie besonders schwer herauszufinden...) so was natürlich immer ganz von alleine...
Selbst bei Gericht soll es ab und zu so zu gehen: Eine bayrische Gutachterin teilte in einer Talkshow mal mit, dass die Richter das Recht haben, einen Gutachter zu bestimmen.
Würde der Richter ein negatives (und im Sinne der Anklage) Gutachten wünschen, würden
andere Gutachter damit betraut, als wenn der Richter ein positives Gutachten wünschen würde...!
Nachdem sie so aus der Schule geplaudert hatte bekam sie allerdings keinen Auftrag mehr!
Ähnlich bei Wirtschaftsprüfern:
Ernst & Young haben
Wirecard jahrelang beste wirtschaftliche Verhältnisse "testiert"
(und dafür wohl Millionen kassiert...) -
auch nachdem einige (kleine?) Journalisten schon Jahre zuvor recherchiert hatten, dass da gewaltig was nicht stimmt und Wirecard völlig in Schieflage ist!
(So viel zur Seriosität von Beratern...)
Das ist von mir natürlich überhaupt keine genereller Angriff auf die Wissenschaft: Nur ein Beispiel dafür, dass da
überall auch nur Menschen mit all ihren Schwächen am Werk sein
können!
Und eine wichtige Frage - nicht nur in Kriminalität und Wirtschaft - ist natürlich immer die und man sollte sie gerade in besonders schwierigen und verworrenen Situationen nie vergessen:
Cui bono!