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Alt 17.12.2022, 12:20
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Wolf11 Wolf11 ist offline
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AW: Jugend Weltmeisterschaften 2022 (04.12. - 11.12.2022, Rades, TUN)

Zitat:
Zitat von Netz-Spieler Beitrag anzeigen
@Wolf ��

Zwei Ergänzungen von mir:
(1)
Gefühlsmäßig sollte man zwischen Olympia und WM unterscheiden. Dass man stärkere Einschränkungen bei Olympia hat, kann ich nachvollziehen. Das passt meiner Meinung nach zum völkerverbindenden olympischen Gedanken. Außerdem ist das Publikum breiter und für die Nicht-Experten ist es natürlich schöner, wenn es nicht andauernd einen Sweep gibt. Bei einer WM sollten sämtliche z.B. Top32 startberechtigt sein + Auffüller, um den Besten der Sportart auszuspielen.
Da gehe ich prinzipiell mit Dir. Die Teilnahmeberechtigung der Top32 bei einer WM ist eine glänzende Idee und in diese Richtung gehen auch meine Überlegungen. Das würde auch solchen Spielerinnen wie etwa einer Fan SiQi oder einer Liu WeiShan, die zu den besten 15 Tischtennisspielerinnen der Welt gehören, die aber nie eine realistische Chance haben, bei einer WM teilzunehmen, endlich auch diese verdiente Chance eröffnen. Und das würde auch wiederum den WTT-Turnieren zugute kommen, da diese Spielerinnen dann auch verstärkt daran teilnehmen würden.

Olympia muss in der Tat etwas differenziert gesehen werden, da pflichte ich Dir bei, aber auch hier ist es nicht einzusehen, dass beispielsweise bei Sportarten wie Biathlon oder in der Leichtathletik bis zu 4 Teilnehmer pro Nation erlaubt sind, während man im Tischtennis das Kontingent von 3 auf 2 Teilnehmer pro Nation verringert hat, quasi als Lex China.......Wenn beschränkt wird, dann sollte das sportartenübergreifend auch relativ einheitlich gemacht werden.

Zitat:
Zitat von Netz-Spieler Beitrag anzeigen
(2)
Beim Rodeln hast du Lettland vergessen. ��
Ja, Lettland gehört natürlich noch dazu....

Zitat:
Zitat von Kalla79 Beitrag anzeigen
Rodeln wäre übrigens das adäquate Beispiel dafür, dass Wolf Recht hat mit der These, dass eine Beschränkung nichts bringt und Konkurrenz selbst realistisch erkennen muss wo sie warum stehen.
Ja, eine solche Beschränkung ist ein weiteres Puzzleteil dafür, dass man in anderen Ländern so weitermacht wie bisher und sich mehr oder weniger darauf ausruht.

Zitat:
Zitat von Lexmark Beitrag anzeigen
@wolf, interessant wäre einmal zu wissen welche Fehler denn in Europa bei der Ausbildung der Spielerinnen gemacht wurden/werden ?
Meiner Meinung nach kann man, und sollte man nicht, die
'Systeme Europa vs. China' miteinander vergleichen, insbesondere im weiblichen Bereich. Und ich glaube dessen bist du dir sehr wohl bewusst.
Ja, natürlich bin ich mir dessen bewusst, dass es da Unterschiede gibt.....Deswegen vergleiche ich die Systeme Europa vs China ja auch gar nicht 1:1.......Diese Unterschiede haben allerdings auch etwas mit der generellen Lebenseinstellung der Menschen auch jenseits des Sports hier und dort zu tun, wobei ich das gar nicht in die eine oder andere Richtung werten möchte......Aber es gibt da eben eklatante Unterschiede in der Herangehensweise auch an den Sport....Und Tischtennis hat in der Rangliste der Sportarten in Asien auch einen völlig anderen Stellenwert als in Europa

Die Fehler , die da in Europa in Jahrzehnten gerade auch in der Ausbildung gemacht wurden, würde diesen Rahmen hier sicherlich sprengen und das kann man vielleicht auch mal an anderer Stelle hier im Forum diskutieren.

Dass Spielerinnen wie Han Ying, Yang Xiaoxin oder Shan Xiaona die Chance in Europa erhalten haben, eine Karriere auf der Tischtennis-Weltbühne machen zu können, wofür sie in China aufgrund der zu großen Konkurrenz keine Chance gehabt hätten, begrüße ich übrigens ohne wenn und Aber......Ich bin sehr froh, dass sie diese Möglichkeit erhalten haben.......Das Problem ist aber, dass man sich in vielen Nationen auf deren Erfolgen bis zu einem gewissen Punkt auch ausgeruht hat und viele Mechanismen in der Ausbildung in Europa auch vernachlässigt wurden.

Geändert von Wolf11 (17.12.2022 um 12:28 Uhr)
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