Einzelnen Beitrag anzeigen
  #36  
Alt 19.12.2022, 20:27
Kämpfer17 Kämpfer17 ist offline
registrierter Besucher
Foren-Stammgast 3000
 
Registriert seit: 15.10.2015
Beiträge: 3.110
Kämpfer17 ist ein angenehmer und geschätzter Diskussionspartner (Renommeepunkte mindestens +150)Kämpfer17 ist ein angenehmer und geschätzter Diskussionspartner (Renommeepunkte mindestens +150)
AW: Wiedergeburten

Warum ist es sinnvoll, darauf hinzuwirken, den Kreislauf des Lebens und Sterbens zu beenden?

Leben ist Chance. Ich kann potentiell das tun, was mir Freude bereitet. Ich kann mich verändern, den Körper und Geist trainieren. Geistig immer klarer zu werden, aufmerksam zu sein. Ich kann sprichwörtlich ins kalte Wasser springen und Abenteuer erleben. Ich kann erleben. Wenn es Wiedergeburt gibt, weshalb sollte ich darauf hinwirken, dass dieser potentielle Zustand von Freude, von Erleben, von Chance, von im Geist klarer werden beendet wird?

Volle Akzeptanz kann ich nur erreichen, wenn ich keine Angst habe. Was nimmt mir die Angst bzw, was kann mir die Angst nehmen? Warum muss ich keine Angst vor dem Tod haben?

Ich reiss mir den Arsch in einer Sache auf, über längere Zeit und ein Umstand zerstört alles. Ich kann es akzeptieren, weil sowieso alles vergänglich ist. Okay. Desto länger ich nachjammere, desto mehr werden Chancen zerstört. Okay. Aber das verhindert nicht die Angst vor dem Tod. Hinzukommt: der Mensch ist ein sehr fehlbares Wesen, das andere tief verletzen kann und unter Umständen seelisch tief verletzt wird. Wie kann ich das so einfach akzeptieren? Ich wurde seelisch tief verletzt. Das ist in der Welt, in meiner Welt. Das beschäftigt mich, das macht mich traurig. Wie gehe ich damit um? Bloß akzeptieren? Vollkommene Akzeptanz? Das macht es auch nicht besser. In wie weit hilft mir hier Akzeptanz? Die Seele ist verletzt, verwundet. Ich könnte versuchen, wie Du beschreibst, Ego zurückzufahren, Dualismus zu überwinden etc. die Verletzung bleibt bestehen.

Du bist jetzt 5 Jahre alt. 2009 wurde bei Dir Nierenkrebs diagnistiziert. Du warst also bei der Diagnose 37? Welche Einstellung hat Dir geholfen, welche Gedanken, mit dieser Erkrankung umzugehen und geistig nicht völlig verrückt zu werden? Die Psyche kann ein Hund sein...die Psyche kann Dich da richtig fertig machen. Welche Einstellung hat Dir geholfen, welche Gedanken?
Mit Zitat antworten