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Alt 19.11.2004, 15:57
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Felix Lingenau Felix Lingenau ist offline
Hümör-Bombe
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Felix Lingenau ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt (Renommeepunkte ungefähr beim Startwert +20)
AW: Jugendarbeit kommt nicht so richtig in Fahrt!

Wenn die Kinder den Ball nicht treffen, den Tisch nicht treffen und keine Ballwechsel zustande kommen, dann ist das ein Zeichen dafür, daß sie in den Aufgaben die du ihnen stellst überfordert sind. Du musst also überlegen wie du die Anforderungen reduzieren kannst:

- Der Hallenboden ist größflächiger als der Tisch

- Softbälle, Jumbobälle, Elefantenbälle springen und fleigen langsamer als normale TT Bälle

- Tennisschläger, Brettchen etc. haben größere Schlagflächen als TT Schläger

- Die Hand ist leichter zu beherrschen als ein Schläger

Offensichtlich sind deine Kinder noch in einer Phase in denen sie sich erstmal mit dem Ball treffen beschäftigen und noch nicht in der Lage ihre Aufmerksamkeit auf das "Wie" zu richten. Erst wenn das Ball treffen kein Problem mehr ist kann die Aufmerksamkeit auf Sachen wie die richtige Technik, genaue Platzierung etc. gerichtet werden. DU solltest deine Aufgaben im Training daher auch erstmal so gestalten, daß sie Lernerfahrungen ermöglichen, die in dem Bereich liegen mit dem die Kinder sich selbst gerade beschäftigen. Im Normalfall führt das erstens zu schnelleren Lernerfolgen und zweitens auch zu einer Steigerung der Motivation aller Beteiligten.

Die Auflistung oben bietet kombiniert mit deinem kreativen Geist viele Trainingsmöglichkeiten, die sich mit dem Verrechnungsprozeß Ball, Hand, Schläger beschäftigen und genau das scheint für die meisten deiner Kids ja Thema zu sein. Du solltest unbedingt mit möglichst vielen verschiedenen Bällen und Schlägern arbeiten, genauso wie mit vielen unterschiedlichen Distanzen, Feldgrößen, Netzhöhen etc. Wenn die Kinder dann so weit sind, daß sie sich auch auf etwas anderes konzentrieren können (und wollen) als nur den Ball zu treffen, kannst du dann langsam auch mti sepzifischerem Training einsteigen.

Natürlich darfst du dein Talent nicht vergessen. Vielleicht widmest du ihm 20 Minuten der Trainingszeit exklusiv und machst mit ihm Sachen, die die anderen noch nicht packen. Oder du versuchst ihm andere Zeiten zu geben, zum Beispiel nach dem gemeinsamen Jugendtraining noch 30 Minuten länger, oder du integrierst ihn schon in eine fortgeschrittene Gruppe. Vielleicht ist er auch schon so stark und sein Talent so ausgeprägt, daß du ihn bei einer lokalen Talentförderung unterbringen kannst.

Ich hoffe ein wenig weiter geholfen haben zu können.
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"Abwehr ist die beste Verteidigung" Kai Ströde 2006.

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