Zitat:
Zitat von maude
Man soll doch bei NI Belägen bestmöglichst einen weicheren Schwamm mit einem härteren Holz spielen und umgekehrt, oder?
Gilt diese Weisheit auch für Langnoppen mit Schwamm?
Was bewirkt denn ein härterer Schwamm oder härteres Holz überhaupt bei einer Langnoppe?
|
Bei einer Langnoppe kann man das nicht so allgemein formulieren. Es hängt eher davon ab, was man mit dem Belag vorhat.
Generell (von Spezialfällen wie Dämpfungsschwämmen mal abgesehen) würde ich sagen:
Weicherer Schwamm: Längere Ballkontaktzeit, höhere Spinanfälligkeit, mehr Möglichkeit, selbst Schnitt zu erzeugen, langsamer.
Härterer Schwamm entsprechend umgekehrt.
Gerade bei Abwehreren spielen höherklassige eher etwas härtere Schwämme (Curl P1), die mehr Tempo und Unterschnitt bei konstant gespielten Topspins ermöglichen. In unteren Klassen kann hingegen ein weicherer Schwamm sinnvoll sein, wenn man viel mit Schupfspiel und sonstigem Gekrökel konfrontiert ist, weil man hier mehr eigene Möglichkeiten hat. Dann wiederum gibt es in den unteren Klassen auch die Leute, die wegen der erhöhten Schnittanfälligkeit mit den weicheren Schwämmen nicht klarkommen (allerdings spielen die dann meistens ox).
Zur Kombination mit dem Holz würde ich sagen, wenn man einen gesunden Mittelweg sucht, ist das von von dir genannte Prinzip sicher nicht falsch. Generell scheint mir aber der Trend in der Abwehr spätestens seit dem Plastikball auch in Richtung härterer/steiferer Hölzer zu gehen. Die Lämmerschwanz-Abwehrhölzer von früher werden in höheren Klassen gar nicht mehr gespielt, aber auch in unteren Klassen begegnen sie mir nur selten.