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Alt 03.01.2023, 08:04
User 597698 User 597698 ist offline
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AW: Allgemeiner Ernährungsthread

Und weil es zufällig ganz gut zu ein paar der Kommentare der letzten 1-2 Seiten passt:

Wie trainiert man eigentlich den Fettstoffwechsel?

Daraus zitiert:

Wie du den Fettstoffwechsel trainierst – eine Anleitung

Folgende Liste sollst du nicht an einem Tag abarbeiten, sondern dir Tage oder Wochen Zeit lassen. Genau deshalb ist es eine Liste mit mehreren Punkten, die zeitabhängig integriert werden sollten.

1. Beginne erst mal damit, den raffinierten Zucker konsequent vom Speiseplan zu streichen.

Du brauchst keinen Haushaltszucker. Deinen gezuckerten Hafercrunch ersetzt du gegen „richtige“ Haferflocken. Der Eistee ist ungesüßt. Die Schokolade essen wir in dunkler Variante und den Berliner bzw. den Gang zum Bäcker … erparst du dir.

⇨ „Zuckerfrei“

2. Streiche konsequent Weißmehl.

Jetzt geht’s ans Eingemachte. Keine Pizza, kein Brot, keine Nudeln, keine Teigwaren. Die Erfahrung zeigt: Für normale Menschen in Deutschland fast unvorstellbar. Wer’s nicht macht, bleibt halt im dominanten Kohlenhydratstoffwechsel.

⇨ „Glutenfrei“

3. Streiche sämtliches Getreide und Pseudogetreide.

Wer bis hierhin gekommen ist, hat schon viel gewonnen. Wer jetzt noch ein paar Haferflocken am Morgen isst, etwas Amaranth oder Quinoa oder Reis, der wird kaum noch in Kohlenhydraten schwimmen. Das ist top. Aber man kann oder muss den Hahn an dieser Stelle noch etwas weiter zudrehen.

Wer so „raffiniert“ war (Wortwitz ;-) und Kuchen aus glutenfreiem Mehl gebacken hat, der sollte an dieser Stelle endgültig auch auf jede Form von Mehl verzichten.

⇨ „Getreide- und Mehlfrei“

Tipp: An der Stelle empfehle ich, noch etwas Stärke in Form von z. B. glutenfreiem Brot im Speiseplan zu behalten oder z. B. ein Frühstück mit Haferflocken zu behalten. Denn der Sprung in Bereiche ganz ohne Getreide und Getreidestärke ist manchmal zunächst nicht ganz alltagstauglich und auch rein physiologisch nochmal eine Herausforderung. Hier muss man sehr sensibel vorgehen, damit man nicht überzieht. Manche werden gar keine Probleme haben, andere etwas mehr.

4. Tapern der restlichen Kohlenhydrate.

Wie man bei Punkt 3 („Getreidefrei“) vorgeht, hängt auch ein bisschen davon ab, wie man nun die restliche Nahrung plant. Denn übrig bleiben im Wesentlichen noch Speicherknollen wie Kartoffeln und Süßkartoffeln, Obst und Gemüse. Das sind zelluläre Kohlenhydrate, die zudem ein hohes Volumen und Pflanzenstoffe aufweisen.

Die Erfahrung zeigt, dass man hier einen Punkt machen kann. Man wird nicht 300 g Kohlenhydrate aus Obst und Kartoffeln essen. Einfach mal die Nährwerte anschauen, das ist rein praktisch quasi ausgeschlossen.

Zusätzlich greift hier ein natürliches Feedback: Fünf Bananen wird man auch eher nicht essen. Und selbst wenn, werden diese Kohlenhydrate noch weitaus unschädlicher verstoffwechselt und stören den Fettstoffwechsel so kaum. Ergo: Speicherknollen, Obst und Gemüse sind top und dürfen, ja sollen gegessen werden.

⇨ „Behalte Obst, Gemüse, Knollen“
Das Resultat ist Gesundheit

Der Speiseplan hat sich bei Punkt 4 bereits völlig umgestellt.

Man wird vermutlich sehr viel mehr Eiweiß essen, z. B. in Form von Fleisch, Fisch, Eiern, ggf. Milchprodukten oder auch Präparaten.
Man wird deutlich mehr Gemüse essen. Öfter zum Apfel greifen.
Man wird sehr viel mehr Ballaststoffe zuführen, deutlich mehr Volumen, deutlich mehr Kalium.
Und so weiter.

Das zeigt sehr schön: Wenn wir uns etwas in eine andere Richtung bewegen, wird sich als Folge sehr viel verändern. Am Ende des Tages ist das so viel, dass sich unsere komplette Enzymlandschaft inklusive Mikrobiom verändert hat. Wir haben uns also von Kopf bis Fuß neu programmiert.

Zitat Ende

Dazu muss ich natürlich erwähnen, dass dies eine Möglichkeit ist, die Sache anzupacken (und das ein gut funktionerender KH-Stoffwechsel ebenso erstrebsam ist; ein zu dominanter Fettstoffwechsel ist nicht erstrebenswert; Kontext ist hier wichtig). Ich erwähnte ja Valter Longo, der einen etwas anderen Weg vorschlägt.
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