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Zitat von long-pips
daraus ergibt sich, das also auch der spieler das recht auf eine unterbrechung, let hat. dies ist allerdings meine eigene auslegung. es gibt bestimmt andere, die es anders sehen.
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So wie Du es formulierst ist es sicherlich nicht korrekt.
Letztlich hat immer der eingesetzte SR am Tisch (SRaT, die offizielle Bezeichnung für "Zählschiedsrichter") die Entscheidung ob ein Ballwechsel wiederholt wird oder nicht. Dies ist eine Tatsachenentscheidung.
Generell wird ein geprüfter SR allerdings lieber einmal zu oft als einmal zu wenig einen Ballwechsel wiederholen zu lassen, d.h. wenn der SR nur den geringsten Eindruck hat, dass das Ergebnis des Ballwechsels beeinflusst wurde, lässt er den Ballwechsel i.d.R. wiederholen.
Es gibt auch Störbälle, die der SR nicht sehen kann, wenn z.B. in seinem Rücken ein Ball in die Box rollt. Daher wird er wenn einer der Spieler reklamiert (Hand heben -
nicht Stop rufen) im Normalfall das Spiel unterbrechen und den Ballwechsel wiederholen lassen. Allerdings: er muss nicht!
Kommt dies öfters unbegründet vor, so wird der SR den Spieler wegen unsportlichem Verhalten verwarnen, den Ballwechsel in dem er "Stop" ruft aber wohl wiederholen lassen.
Grundsätzlich: ruft ein Spieler "Stop" so geht der Ballwechsel natürlich weiter. Fängt ein Spieler den Ball weil sein Gegner reklamiert (Hand hebt/Stop ruft) aber der SR unterbricht das Spiel nicht, so macht der Spieler einen Fehler.
Insofern war die Entscheidung des SRaTs im Beispiel an sich regeltechnisch korrekt wenngleich sie nicht von viel Fingerspitzengefühl zeugt bzw. ein bißchen den Geschmack einer parteiischen Entscheidung hatte (wie er wohl andersrum entschieden hätte...).
Solch eine Entscheidung wird ein geprüfter SR normalerweise beim ersten Vorkommnis nicht treffen, erst wenn es wiederholt vorkommt bzw. er den Eindruck hat, dass sich der Spieler einen deutlichen Vorteil durch das Unterbrechen des Ballwechsels verschaffen wollte.