Zitat:
Zitat von Miron Keuler
Möglich ist es natürlich auch mit dünneren Schwämmen aber mit dickeren geht es schon besser. Für Durchschnittsspieler ist es sicher nicht gut, moderne Beläge in max, am besten noch auf einem schnellen Carbonholz zu spielen. Statt dann aber die Belagdicke zu reduzieren würde ich ein langsameres Holz oder langsamere, dann häufig auch ältere Beläge empfehlen. Nochmal: mit max zu spielen bedeutet nicht, mit einem Schläger zu spielen, der für den Normalsterblichen viel zu schnell ist!
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Tut mir Leid, aber diese Auffassung teile ich für mein eigenes Spiel nicht. Das Spiel mit langsameren Hölzern und verschiedenen schnelleren Belägen in höheren Schwammstärken habe ich brav und sehr intensiv durchgearbeitet. Mir passten im Ergebnis die Komposition aus Aspekten wie Anschlaggefühl, Linearität, Kontrolle, Power und Endgeschwindigkeit einfach nicht. Komischerweise spielt sich ein "Carbonprügel" mit dünneren Belägen für mich fantastisch kontrolliert und ich bin wirksam damit, kann mich über eine stetige Lernkurve freuen. Ab und an habe ich die Kombinationen, die ich hinter mir gelassen habe, erneut in die Hand genommen und mich selbst hinterfragt.
Übrigens meckert auch niemand über den fehlenden Spin in meinen Schlägen. Und ja, natürlich ist der "maximal zu erreichende Spin" bei einem dickeren Schwamm stärker ausgeprägt. Die Eigenschaften, auf die ich verzichten müsste, schmerzten allerdings mehr. Erstaunlicherweise werde ich von allen Spielern bestätigt, die meine "Carbonprügel" ausprobieren dürfen. Meistens ist es eine Art "wow".
Kurze Zusammenfassung für mich ist, dass ich besser mit einem Garaydia ZLC, einem Mizutani ZLC und einem Lin Yun-Ju Super ZLC mit Tenergy 05 in 1,7 und vielleicht noch in 1,9 klarkomme als mit wie auch immer gearteten max-Belägen auf "super kontrollierten OFF-Hölzern". Eine Ausnahme sind mir die Tibhar Hybrid K3 und neuerdings der Hybrid MK als recht außergewöhnliche Produkte. Und nein, dadurch werde ich nicht automatisch zum Konter- und Blockspieler, wenn ich dünne Beläge bevorzuge.
Was ich damit sagen möchte: Ich glaube einfach nicht daran, dass es ein Allheilmittel ("kontrolliertes Holz mit dicken Belägen") gibt, dass für alle gleichermaßen gilt. Ich denke, dass verschiedene Philosophien als wirksam angesehen werden dürfen, auch wenn sie sich dem Anschein nach wesentlich entgegenstehen. Für mich ist es in dem Fall die ganz abstrakte und vereinfachte Gleichung Holzeigenschaften * Belageigenschaften = Schlägermaterial. Viele Wege führen nach Rom.
Mir ist klar, dass ich hier in der Unterzahl (oder nahezu Einzahl) sein könnte. Aber eine Diskussion lebt vom Für und Wider