Zitat:
Zitat von Chris21272
Ich habe das Gefühl, dass sich die Erfolgserlebnisse besser einprägen, wenn der Schlag an sich noch nicht so sicher ist. Die Herausforderungen frustrieren mich eher. Ein Kind oder Jugendlicher hat nicht wie ich schon zig Jahre Freizeitsport oder unsystematisches Training und Lernen nur durch Punktspiele hinter sich. Ein "Überschreiben" von falsch gelernten Bewegungsmustern ist oft schwieriger.
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Nehmen wir doch mal ganz konkret das Beispiel "kurz legen". Fachlich und ganz pragmatisch ausgedrückt ist es doch so: "Kurz legen" ist für dich viel schwieriger, wenn der Aufschlag deines Trainers halblang statt kurz ist. Zudem ist für das Erlernen der richtigen Technik der Schritt nach vorn (und anschließend nach hinten) essenziell. Den Schritt nach vorn brauchst du aber auch nur, wenn der Aufschlag kurz kommt. Hier bin ich also ganz bei deinem Trainer. Es macht keinen Sinn, "kurz ablegen" mit Aufschlägen zu trainieren, die nicht kurz sind. Was jetzt genau mit extremen Außenpositionen gemeint ist kann nicht beurteilen, ohne es zu sehen. Da wird dein Trainer ja aber ein Gefühl haben und von sich aus etwas zurückdrehen wenn er merkt, dass du zu arge Probleme damit hast. Schreibst du ja auch.
Was die Kinder betrifft... Falsch gelernte Bewegungsmuster, die lange ins Unterbewusstsein eingespeist wurden, haben sie nicht, das stimmt. Aber darum geht's in diesem Fall ja gar nicht. Du lernst hier eine neue Bewegung und müsstest Deinem Trainer einfach nur vertrauen. (80-90% der) Kinder tun das, würde ich sagen, und stellen das nicht in Frage. Sie erlernen die Techniken (zumindest im Technikkanal), weil sie sich drauf einlassen. Das unterscheidet sie oft von Erwachsenen.
Übrigens: In manchen Fällen bzw. bei einigen Vereinen lernen sie natürlich auch falsche Techniken, weil deren Trainer es nicht besser wissen. Das will ich mal nicht verschweigen.