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AW: Erfolgserlebnis oder Herausforderung - wie lernt man besser?
Ehrliche Antwort gibt Gegenwind, das dachte ich mir fast. Nein, alles gut, ich habe eben wirklich eine ganze Zeitlang nachgedacht, warum ich dieses Grundvertrauen, welches die Kinder besitzen nicht habe, und das war meine Antwort darauf! Vielleicht ist es wirklich eine Typfrage. Ich frage auch beim Zahnarzt nach warum geröntgt werden muss oder warum die Weisheitszähne entfernt werden sollen - und das nicht, weil ich ihn nicht für kompetent halte! Ich habe selbst einen beratenden Job und für mich ist das einfach logisch, alle Aspekte einzubeziehen. Und das macht ein guter Lehrer doch auch. Jeder Schüler ist ein Individuum, jeder hat unterschiedliche Schwächen und Stärken und nicht jeder lernt mit derselben Methode gleich gut. Das ist allgemein so - nicht nur beim Tischtennis. Das artet dann aber nicht in lange Diskussionen aus (weder mit meinem Trainer, noch mit dem Zahnarzt) sondern es ist nur ein kurzer Austausch. Bei meinem zugegebenermaßen nicht perfekten Beispiel mit dem Kurzlegen hätte ich mir auch deine Antwort angehört „Aha“ gesagt und weiter gespielt. Ich bin immer engagierter dabei, wenn ich weiß warum. Natürlich wäre es einfacher - auch für mich - wenn ich meinen Kopf ganz ausschalten und mich vollkommen einlassen könnte. Aber in manchen Situationen, wenn ich das Gefühl habe, so nicht weiter zu kommen, frage ich eben auch mal, ob es nicht einen anderen (für mich besseren) Weg zum Ziel gibt. Und nochmal: Das kommt nicht permanent vor! Ich denke, ein guter Trainer kann damit umgehen - mit meinem bin ich mir immer schnell einig geworden.
Eigentlich war meine Grundfrage auch darauf bezogen, ob es vielleicht sportwissentschaftliche Erkenntnisse gibt, durch was man besser lernt oder ob auf den Trainerschulungen was dazu vermittelt wird.
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