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Die Frage des "was verdienens" ist so mit die schwierigste. Für den Händler geht ja nicht nur sein Einkaufspreis ab, sondern auch ein Anteil, der seine allgemeinen Fixkosten (Miete, Buchhaltung, Steuerberatung, Telefon, ...) umfaßt. Dieser ist für jeden Händler höchst individuell - so wird ML als "Familienbetrieb mit obligatorischer Selbstausbeutung" einen wesentlich niedrigeren Fixkostenanteil haben als S+M mit festangestellten Mitarbeitern mit Sozialabgaben, wesentlich größeren Lagern usw.. Dafür hat S+M stückzahlbedingt wahrscheinlich günstigere Einkaufsbedingungen. Andererseits brauchen sich die Herren S. und M. mittlerweile nicht mehr sonderlich große Gedanken über ihre Altersversorgung und Krankenkasse zu machen.
Kurzum das Alles ist sehr schwierig miteinander zu vergleichen UND BRAUCHT UNS ALS KUNDEN AUCH NICHT ZU INTERESSIEREN !
Wir - die Kunden - sollten klare Vorstellungen davon haben, was wir von unserem Lieferanten erwarten und dafür dementsprechend bezahlen. Schicken wir das "Trüffelschwein" ML auf die Suche nach dem absoluten Exotenbelag/-holz, das er dann auch noch weit vor Markteinführung besorgen soll, dann ist doch klar, daß man da nicht noch 20% erwarten sollte. Lasse ich mir von meinem lokalen Händler einen Testkoffer geben, mit dem ich in aller Ruhe verschiedene Beläge/Hölzer antesten kann, dann ist es natürlich ein Gebot der Fairness auch bei ihm zu seinem Preis zu kaufen. Steht mein Material seit Jahr und Tag als Sriver XYZ fest, dann kaufe ich einen 10er Pack da, wo ich die meisten Prozente kriege. Da ist dann nichts Anrüchiges dran, weil dies mein einziges Mittel als Kunde ist, auf den Hersteller einen Druck auszuüben.
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Immer schön eklig spielen !
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