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Alt 15.02.2023, 10:51
appelgrenfan appelgrenfan ist offline
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AW: TTC Neu-Ulm (GER)

Das Problem sieht man im europäischen Sport allerorten. Man tut so als seien alles noch Vereine, die aus eigener finanzieller Kraft ihren Betrieb stemmen, dabei sind es längst profitorientierte Unternehmen, hinter denen finanzkräftige Investoren stehen. Dazu hat man sich vom US-Profisport inspirieren lassen, von dort aber nur die Teile übernommen, die man haben wollte. Den Salary Cap, der z.B. in der NFL essentiell ist, gibt es in Europa nirgends. Im Ergebnis haben wir eine Kombination der Nachteile beider Systeme: europäische Vereinsmeierei mit amerikanischer Profitorientierung.

Hinzu kommen die fürs Tischtennis spezifischen Probleme. Hier versucht man krampfhaft, Strukturen aufrecht zu erhalten, die mangels Interesse einfach nicht sinnvoll sind. Die weltweiten Veranstaltungen wären eigentlich mehr als genug, aber wir brauchen auch noch Bundesliga, nationalen Pokal, CL und ETTU-Turniere mit ETTU-eigener Rangliste, die allesamt superwichtig sind und ihre eigenen komischen Regeln haben, die nur schwer zu verstehen sind. Moreghard darf also gestern in Durban und morgen in Doha spielen, dazwischen noch Pokal und Bundesliga in Deutschland, aber in der schwedischen Liga, das ist verboten …

Dieses Durcheinander an Regularien ist auch der Grund, warum so ein Konstrukt wie Neu-Ulm entstehen und hoffen kann, mit seinen Regelverstößen durchzukommen. Es fehlt an der Stringenz dessen, was Tischtennis in unserer Zeit sein will und sein kann.

Wie schwierig es ist Konstrukte zu betreiben, die einfach nicht mehr in die Zeit passen, sieht man auch an der Tennis-Bundesliga: Da hat jetzt der amtierende Meister(!) seine Mannschaft zurückgezogen. Grund u.a.: "abzeichnenden Verschlechterung der Rahmenbedingungen für Sportsponsoring"
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