Zitat:
Zitat von generalduke
"In der Geopolitik geht es nicht mehr um regionale, sondern um globale Dimensionen, wobei eine Dominanz auf dem gesamten eurasischen Kontinent noch heute die Voraussetzung für globale Vormachtstellung ist. Die Vereinigten Staaten, also eine außereurasische Macht, genießen nun internationalen Vorrang; ihre Truppen sind an drei Randgebieten des eurasischen Kontinents präsent, von wo aus sie einen massiven Einfluss auf die im eurasischen Hinterland ansässigen Staaten ausüben. Aber das weltweit wichtigste Spielfeld - Eurasien - ist der Ort, auf dem Amerika irgendwann ein potentieller Nebenbuhler um die Weltmacht erwachsen könnte. Eine amerikanische Geostrategie, die die geopolitischen Interessen der USA in Eurasien langfristig sichern soll, wird sich somit als erstes auf die Hauptakteure konzentrieren und eine entsprechende Einschätzung des Terrains vornehmen müssen."
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Und genau das ist falsch. Anstatt den regionalen Konflikt zu sehen, wird von regionalen Despoten und Autokraten die Verschwörungserzählung verbreitet, dass eine große politische Macht den Konflikt initiiert hat, die geopolitische Interessen verfolge, nämlich die USA, die auch komplett die Nato regiere. Das hat hier Petar ständig versucht, als er über den Balkan schrieb. Die politischen Auseinandersetzungen und kriegerische Konflikte, die die Volksgruppen dort untereinander seit Jahrhunderten erfahren haben, sind dann irgendwann kein Thema mehr - und die Massaker und Vertreibungen, die Serben und Kroaten begangen haben, werden ausgeblendet. Denn: Amerikas geopolitische Ausrichtung habe zu den Konflikten geführt. Bescheuerter geht`s nicht mehr.