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Alt 23.11.2004, 11:53
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Svenja David hielt die bayerische Fahne hoch

Schwabacher Tagblatt

Svenja David hielt die bayerische Fahne hoch
Tischtennis-Spielerin des TTC Femont Röthenbach für das deutsche TOP-12-Turnier in Berlin qualifiziert – Gürz verletzt, Peter ausgeschieden



RÖTHENBACH/ST.W./MÖRNSHEIM (bb) – „In den entscheidenden Phasen hab’ ich einfach kein Glück gehabt!“ Felix Bindhammer klang ein bisschen enttäuscht. Denn beim Qualifikationsturnier zum deutschen TOP 12, dem höchsten Ranglistenturnier des Deutschen Tischtennis-Bundes, im hessischen Mörnsheim verpasste der Hilpoltsteiner Regionalliga-Spieler hauchdünn den Einzug in die Zwischenrunde. In seiner starken Vorrunden-Gruppe schied Bindhammer nur auf Grund des schlechteren Satzverhältnisses aus. Svenja David vom Zweitligisten TTC Femont Röthenbach schaffte dagegen als einzige der bayerischen Starterinnen die Qualifikation.

Der vierte Platz in der mit sechs Spielern gut gefüllten Vorrundengruppe hätte Bindhammer zum Weitergekommen gereicht – er hatte ihn mehrfach „auf dem Schläger“. Doch nach seinem fulminanten Auftaktsieg über den Ramsteiner Zweitliga-Akteur Jörg Bitzigeio verließ den 21-jährigen Studenten ein bisschen das Glück – und danach die Zuversicht. Vor allem sein zweites Match brachte das Hilpoltsteiner Eigengewächs etwas aus der Fassung. Gegen Gabriel Stephan vom Erstligisten TSV Gräfelfing – die bayerischen Nummer Eins – führte der Hilpoltstein mit 3:1 Sätzen, um danach drei Mal mit zwei Punkten Unterschied zu verlieren: 10:12 lautete das Endergebnis im Entscheidungssatz. Ein Sieg wäre Gold wert gewesen, denn er hätte in jedem Fall das Weiterkommen bedeutet.

Das gleiche Schicksal ereilte Felix im nächsten Match gegen seinen ehemaligen Trainingspartner Benjamin Rösner, der jetzt für den norddeutschen Zweitligisten TSV Hagenburg im vorderen Paarkreuz spielt. Hier unterlag der Hilpoltsteiner ebenso unglücklich mit 12:14 im Entscheidungssatz. Danach war die Luft ziemlich raus: Bindhammer trauerte seinen knappen Niederlagen nach und hatte nicht mehr den Kopf frei, um locker und selbstbewusst aufzuspielen. So verlor er gegen Christian Franzel (2. Bundesliga), den er beim TOP 48 noch besiegt hatte, mit 1:4, und auch gegen Patrick Baum (17) vom Boll-Club Gönnern (1. Bundesliga), eines der größten Tischtennistalente Europas, zog Bindhammer mit 0:4 den Kürzeren, obwohl er auch hier Chancen auf den einen oder anderen Satzgewinn hatte.

In der Endabrechnung lag das Hilpoltsteiner Talent nur zwei Sätze schlechter als Benjamin Rösner, der unter drei spielgleichen Akteuren den vierten Vorrundenplatz belegte und als einziger weiterkam. Doch in der Endrunde ereilte auch ihn das Aus. Lediglich Gabriel Stephan schaffte von den bayerischen Startern die Qualifikation zum TOP 12. (Da hat sich BB wohl getäuscht, denn Gabriel schied in Quali3 durch ein 2:4 gegen Ball aus)

Svenja David, die in ihrer Vorrunden-Gruppe mit zwei Niederlagen Dritte geworden war, schaffte mit vier Siegen in der Zwischen- und Endrunde die Qualifikation zum TOP 12 und bewies wieder einmal, dass sie zu den besten deutschen Tischtennisspielerinnen gehört. Das deutschen TOP-12-Turnier findet am Wochenende 5./6. Februar 2005 in Berlin statt. Neben Svenja David haben sich in Mörnsheim Nadine Bollmeier, Jessika Göbel, Zengi Sun, Gaby Rohr, Meike Rohr, Inka Dömges und Alexandra Scheld für das DTTB Top 12 qualifiziert.

Angelina Gürz musste am Donnerstag das Turnier wegen Verletzung absagen. Sandra Peter konnte sich trotz ansprechender Leistung nicht für die Zwischenrunde qualifizieren. In ihrer Gruppe traf Sandra auf Meyerhöfer, Sun, Erhardsberger, Wirdeman und Scheld. Mit einem Sieg über Jessica Wirdeman belegte sie in der Gruppe den fünften Platz.
(da hat sich BB erneut getäuscht: Sandra gewann 4:2 gegen Sun, gegen Wirdemann verlor sie mit 2:4) - siehe http://www.go.to/spvggmoensheim/top12.html .


„Satz zum Ausprobieren“

Nicht ganz optimal verliefen die Gruppenspiele von Svenja David. Nach Siegen über Buseman, Matzke und He und Niederlagen gegen Bollmeier und Meike Rohr reichte es nur für den dritten Platz. In der Zwischenrunde traf sie auf Amelie Solja, die sie nach einem „Satz zum Ausprobieren“ (Amelie spielt mit langen Noppen ein ähnliches System wie einst Uschi Oswald-Ziegler) klar mit 4:1 Sätzen bezwang.

In der ersten Qualifikationsrunde traf die Röthenbacherin auf die 15-jährige Katharina Michajlova, die sie ebenfalls klar mit 4:1 bezwang. Ying Ni Zhan war ihre Gegnerin der nächsten Runde, und auch dieses Spiel konnte Svenja deutlich mit 4:0 für sich entscheiden. Im letzten Qualifikationsspiel kam es dann zu dem ehemaligen bayerischen Klassiker gegen Katrin Meyerhöfer (spielt jetzt für den TuS Glane). Auch dieses Spiel gewann die Röthenbacherin mit 4:0 Sätzen, in denen sie Katrin wie schon so oft keine Chance ließ. Damit belegte sie zusammen mit Meike Rohr den geteilten fünften Platz.

Geändert von D.G. (23.11.2004 um 11:57 Uhr)
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