Zitat:
Zitat von Danielson
Die Ukraine wird bei ihrer Verteidigung von vielen Nato-Staaten unterstützt, weil diese sich selbst von Putins Machteinfluss fürchten. Jedes Land, das die Ukraine unterstützt, verfolgt ein regionales Interesse. Auch wir in Deutschland.
Es wird wohl keinen Frieden geben, so lange Putin Russland regiert.
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Das die Ukraine bei ihrer Verteidigung von vielen Nato-Staaten unterstützt wird weil diese sich selbst vor Putins Machteinfluss fürchten, halte ich zumindest im Falle Deutschlands für absurd. Deinem zweiten Satz kann ich zustimmen, wobei ich für Deutschlands direkte Beteiligung am Konflikt kein regionales oder sonstwie geartetes Interesse erkennen kann. Dein letzter Satz klingt für mich wie eine selbsterfüllende Prohezeiung der Amerikaner.
P.S. bei deutschen Rüstungskonzernen besteht natürlich schon ein Interesse diesen Krieg bis zum letzten Ukrainer, deren Unterstützung ihrer aktuellen Regierung sich wohl inzwischen pulverisiert haben dürfte, fortzuführen.
"Deutschlands Versuch, durch den Verzicht auf (Offensiv-)Waffenlieferungen an die Ukraine und die Betonung des Normandie-Formats eine Vermittlerrolle spielen zu können, ist leider ebenfalls gescheitert. Im Ergebnis bekommen auch die USA das, was sie als geopolitische Hauptziele lange verfolgt haben: zum einen die Schwächung Russlands – durch Sanktionen, durch das (potenzielle) Ende von Nord Stream 2 (Wirtschafts- und Klimaminister Robert Habeck von Bündnis 90/Die Grünen hat es, den US-Forderungen für den Fall einer «russischen Invasion» nachgebend, auf Eis gelegt) und durch US-Energieexporte nach Westeuropa – und zum anderen die energie- und damit geopolitische Abhängigkeit Deutschlands und Westeuropas von den USA. Diese Abhängigkeit ist eines der effektivsten Druckmittel, Deutschland und die westeuropäischen NATO-Staaten zu der von den USA avisierten transatlantischen Arbeitsteilung im imperialen «Management» des globalen Kapitalismus zu bringen, in der «wir» den USA mit mehr «militärischem Engagement» von Osteuropa über den Mittleren Osten bis nach Nordafrika den Rücken freihalten sollen, damit sie ihre schwindenden Machtressourcen voll und ganz auf ihren Systemkonflikt mit China richten können. Die Aussicht auf eine «strategischen Autonomie» Europas ist damit deutlich geschwächt."
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https://www.rosalux.de/news/id/46023...rainekonflikts)