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Alt 11.10.2000, 16:25
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Hi !

Meiner Meinung nach liegt das Hauptproblem unserer Sportart in ihrem "Pingpong"-Image. Tischtennis wird immer noch als reine Hobbysportart angesehen und als solche auch belächelt. Somit kann nur eine Verbesserung des Images zu einem größeren Interesse der Medien und der Öffentlichkeit führen. Dies wird allerdings dadurch erschwert, daß nahezu jeder schon einmal "Pingpong" gespielt hat und es somit einer gewissen Überzeugungsarbeit bedarf, das daraus resultierende Bild vom Sport Tischtennis grundlegend zu verändern.

Ein ähnliches Problem sehe ich auch beim oben von Badman angesprochenen Badminton. Auch hier dürfte das Hauptproblem im Image liegen, was hier soviel bedeutet wie "Federball".
Das Beispiel Badminton zeigt aber auch ganz deutlich, daß eine Verlangsamung des Spiels, um es dadurch für die Zusachauer attraktiver zu machen, nicht einen einzigen Zuseher mehr vor den Fernseher oder in die Halle bringen würde. Denn es gibt wohl kaum eine Sportart, die soviele lange und spektakuläre Ballwechsel wie Badminton bietet. Und trotzdem fristet sie nur ein Schattendasein.
Somit bleibt für mich als einzige Möglichkeit , dem Zuschauer darzulegen, daß TT eben nicht "Pingpong" ist, sondern ein dynamisches Spiel, welches Schelligkeit und Geschicklichkeit erfordert. Außerdem muß irgendwie die Rotation besser vermittelt werden, evtl. durch technische Tricks (was dann aber nur im TV ginge und nicht in der Halle selbst). Diese Aufgabe müßte dann von jemandem übernommen werden, der dies auch professionell betreibt, um den Erfolg zu sichern.

Interessant ist allerdings trotzdem, daß sich auch viele aktive TT-Spieler keine TT-Übertragungen im TV ansehen. Eigentlich sollte man meinen, daß diese doch die Technik und die Rotation beurteilen können. Wahrscheinlich ist TT eben doch eher ein Sport, den man selbst betreibt und weniger einer, den man sich gerne ansieht ?! Vielleicht müssen wir uns einfach damit abfinden ?!

Ich kann mir jedenfalls beim besten Willen nicht vorstellen, daß durch den großen Ball auch nur ein einziger Zuschauer mehr vor den Fernseher gelockt wird als bisher.

Bye,

Dr.Block
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