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AW: Kanak Jha (USA)
Ich finde den Fall menschlich auch sehr schade und ich gehe ebenfalls von einer Nachlässigkeit aus. Aber er ist in einem Alter, wo man ein paar grundlegende Dinge schon erwarten kann.
Mit den Widersprüchlichkeiten der Dopingverfolgung hast du natürlich völlig recht. Verpasste Tests sind viel leichter zweifelsfrei nachzuweisen als viele Dopingmittel. Und wenn sie nachgewiesen werden, stehen dann oft noch "gute" Ausreden zur Verfügung. Einmal war's das Fleisch, ein anderes Mal die Zahnpasta.
Und dass "der Sport" wenig Interesse daran hat, seine Stars zu erwischen, ist leider auch richtig. Was die Konsequenz (halbwegs) ernsthafter Dopingbekämpfung ist, sieht man ja schön im Radsport. Seit Frankreich staatlicherseits recht streng gegen Doping vorgeht, kommen die französischen Radsportler kaum mehr ganz vorne mit.
Aber deswegen bei Fällen wie Jha beide Augen zuzudrücken, wäre gleichbedeutend mit einer Aufgabe des Anti-Doping-Kampfes. Und das hielte ich nicht für sinnvoll.
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