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AW: Berichte Bezirk Rastatt / Baden-Baden 2022/2023
Rastatt (ti)
In der Tischtennis Regionalliga Südwest der Frauen konnten die Mannschaft der TTF Rastatt bereits vor der Partie gegen den Meister SSV Schönmünzach die Vizemeisterschaft feiern. Der Mitkonkurrent um Platz zwei die TSG Kaiserslautern gab die Heimpartie am Samstag gegen den TTC Mülheim-Urmitz/Bhf kampflos verloren, so konnten die Rastatter Spielerinnen eigentlich ohne großen Druck in das letzte Heimspiel ziehen. Hier erwies sich der Spitzenreiter an diesem Tage bei der 3:7-Heimniederlage als eine Nummer zu groß. Gegen die beiden Topakteurinnen aus dem Murgtal Julia und Laura Kaim war an diesem Tag kein Kraut gewachsen. Weder Alina Vydruchenko auf Position eins der TTF, noch die Nummer zwei Kateryna Kiziuk durften im Rückspiel einen Einzelsieg feiern. In den Eingangsdoppel bezwangen Vydruchenko/Kiziuk in einer hochklassigen Partie Julia Kaim/Antonia Bernhard nach einem 0:2-Satzrückstand. Vorscheidend war hier das Time-Out in Satz vier bei 4:7-Rückstand. Das Rastatter Topduo gewann den Satz mit 11:8 und setzte sich im Entscheidungssatz am Ende mit 11:8 durch. Das zweite Doppel verloren Chantal Graversen/Susanne Gibs gegen Laura Kaim/Lena Walkenhorst mit 1:3 Sätzen. Im ersten Einzel vergab Vydruchenko gegen Laura Kaim im ersten Satz einen sicher geglaubten 6:2-Vorteil und unterlag recht unglücklich mit 10:12. Nach der 5:11-Niederlage im zweiten Durchgang schien die Messe vorzeitig gelesen. Vydruchenko raffte sich auf, fand immer besser ins Spiel und schaffte mit 11:4 und 11:7 den Satzausgleich. Nach einem klaren 0:6-Rückstand im fünften Durchgang kämpfte sich Vydruchenko Punkt um Punkt auf 7:9 heran, zu einem Sieg reichte es am Ende nicht mehr.. Auch Kiziuk konnte dem temporeichen Spiel von Julia Kaim nicht mithalten und verlor in drei Sätzen. Im hinteren Paarkreuz punktete Graversen gegen Lena Walkenhorst zum 2:3. Nach dem deutlichen Vorrundenerfolg von Gibs gegen Bernhard reichte es der Rastatter Mannschaftsführerin im Rückspiel nur zu einem Satzerfolg. Immer wieder schlichen sich vermeidbare Fehler ein, die 1:3-Niederlage sicherte dem Gast eine 4:2-Führung nach dem ersten Spielabschnitt. In zwei hochklassigen Einzelspielen sicherten sich die Gäste im zweiten Durchgang vorab den Gesamtsieg. Vydruchenko wurde von Julia Kaim im ersten Satz mit 11:1 regelrecht vernascht, konnte sich aber in den beiden folgenden Sätzen steigern. Am Ende setzte sich Schönmünzachs Nummer eins knapp mit 11:9 und 12:10 durch. Eine tolle Performance von beiden Topspielerinnen. Im folgenden Match im ersten Paarkreuz unterlag Kiziuk gegen Laura Kaim recht unglücklich. Nach einem 11:6-Sieg war das Match eng umkämpft. In den langen Rallyes hatte Laura zumeist ihre Vorteile. Immer wieder gelangen ihr die härteren Rückschläge. Kiziuk riskierte alles,musste sich aber am Ende knapp mit 10:12, 12:10, 12:14 und 9:11 zum spielentscheidenden 2:6-Zwischenstand beugen. Graversen, die für die TTF letztmals in einem Heimspiel an die Platte ging (der Wechsel nach der Saison erfolgt berufsbedingt), verlor gegen Bernhard chancenlos in drei Sätzen zum 2:7. Im letzten Einzel geriet Gibs gegen Walkenhorst mit 6:11 und 4:11 mit 0:2 in Satzrückstand. Mit routiniertem Auftritt konterte Gibs erfolgreich zurück. Nach den 11:5 und 11:9-Satzerfolgen hatte Rastatts Nummer vier am Ende das Glück des Tüchtigen auf ihrer Seite. Beim 9:9-Gleichstand im fünften Satz wurde das Einzel mit zwei sogenannten „foulen Bällen“ für die TTF zum letztlich für die Gäste verdienten 3:7-Endstand.entschieden. Den knapp 100 Zuschauern wurde ein wahres Spitzenspiel mit super Ballwechseln geboten. Die hochklassigen Leistungen aller Spielerinnen wurden mit Szenenapplaus aus beiden Lagern honoriert. Trotz der 3:7-Heimniederlage war es für die TTF-Spielerinnen und vor allem für die anwesenden Anhänger nach knapp drei Stunden Spielzeit ein sehenswerter Saisonabschluss vor heimischen Publikum. Nach Ostern gastieren die TTF im letzen Rundenspiel beim 1. FC Saarbrücken-TT.
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