Welche Lösung ich als Steinheimer gehabt hätte, weiß ich nicht. Allerdings hätte ich nicht vorher u n d hinterher geklagt, dass ich eigentlich gar nicht mit (mehreren) Ausländern spielen will und dass es andererseits mit den deutschen Charakteren komplizierter sei als mit den ausländischen.
Ich persönlich halte die Ausländer-Debatte angesichts eines sich immer stärker öffenden Europa ohnehin schon lange für verlogen. Es ist mir auch egal, wieviele ausländische Sportkameraden bei einem Verein spielen, solange dies dem Tischtennissport insgesamt und dem deutschen Nachwuchs was bringt. Dennoch stelle ich fest, dass es - bei einem Verein weniger - in der RL Süd neun ausländische Spieler mehr gibt als in der letzten Saison = insgesamt 31 bei elf Vereinen.
Bei meinem Verein wird höchstwahrscheinlich immer nur einer spielen, weil wir wollen, dass sich unser (relativ zahlreiches) Publikum mit unserem Verein identifiziert. Deshalb haben wir in unserer 1. Mannschaft neben dem einen Ausländer (der übrigens prächtig zu uns passt, sportlich und "charakterlich") nur Talente aus der näheren Umgebung oder Eigengewächse; in der 2. Mannschaft (Bayernliga) gibt es überhaupt keinen Ausländer.
Aber wie gesagt: Jeder soll seinen eigenen Weg finden. Es gibt auch nichts zu kritisieren, wenn er dies konsequent tut. Ich habe auch niemanden kritisiert, sondern mich nur ein bisschen gewundert über die eine oder andere Metamorphose.