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Alt 09.04.2023, 15:46
Alisko Alisko ist gerade online
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AW: Butterfly Harimoto Tomokazu ALC

Wie angekündigt hier mein Review zum Harimoto ALC.

Vorwort
Warum teste ich da HALC überhaupt obwohl ich mit meiner Kombi komplett zufrieden bin? Schuld ist Ballonverteidiger (dessen Berichte und Meinung ich nur Empfehlen kann, der Mann weiß wovon er redet und zudem kann er auch noch ein bisschen den Schläger halten, Grüße gehen raus! )

Sein Review zum ZX-Gear in hat mich dazu gebracht, dass ein Innerforce genau das "Vollholz-Feeling" mit mehr Power sein könnte, das ich haben möchte.
Ich habe allerdings gemerkt, dass mir die Zylon Faser überhaupt nicht zusagt. Genau beschreiben kann ich es allerdings nicht. Habe es nur gemerkt als ich ein Innerforce ZLC in der Hand hatte und auch mal einige Zeit ein Ausflug zum Tibhar SKZC gemacht habe. Ein Ovtcharov Innerforce habe ich auch eine Weile getestet und musste für mich feststellen, dass der Unterschied zu einem Viscaria nicht wirklich groß ist. Also auch nicht dass was ich wollte.

Aufbau
Ich wollte also etwas mit ähnlicher Dicke und ähnlichem Aufbau wie mein Clipper: Limba-Ayou-Ayous-Ayous-Ayous-Ayous-Limba.
Das HALC kommt mit: Lima-Limba-ALC-Ayous-ALC-Limba-Limba daher und hat somit nominell den gleichen Aufbau wie das Innerforce ALC.
Unterschiede lassen sich finden bei der Dicke des Kerns (wobei das wie ich mir sagen habe lassen, abhängig vom Gewicht ist) und vor allem in der Vergrößerung des Schlägerblattes auf 158x152. Hierbei ähnelt es dann wieder einem OALC.

Mein Holz und Testbegebenheiten
Mein Holz kommt auf selektiert 86 Gramm in FL. Wie ich höre ist dies eher das untere Ende der Gewichtstabelle, da ich auch schon HALC mit 96 Gramm gesehen habe. Mit dem größeren Schlägerblatt wird mir das mit mehr Kleber und dann auch schwereren Belägen aber dann zu schwer.
Getestet wurde mit zweimal Tenergy 05 in max und vergleichen werde ich es mit einem Boll ALC/Viscaria (87 Gramm) und dem Clipper (90 Gramm) mit den gleichen Belägen. Teststunden waren (Urlaub sei dank ) knappe 30 Stunden. Für mich also ausreichend um ein Fazit zu ziehen und mich zu entscheiden.
Gegner waren 5 verschiedene im TTR-Bereich von 1850 bis 2250.

Erste Eindrücke
Ich bin mit der Erwartung in das Training gegangen ein kopflastiges und katapultiges Holz vorzufinden. Beides war überraschend für mich, nicht der Fall. Trotz des großen Blattes war das HALC recht ausgeglichen und ich hatte keine störende Kopflastigkeit. Durch die zwei weicheren (im Vergleich zu Koto) Außenfurniere hatte ich erwartet mehr Katapult zu spüren. Das war auch so, allerdings lange nicht so katapultig wie ich erwartet hatte und ich habe mich schnell daran gewöhnt.

Spieleigenschaften und Vergleiche

Ich versuche hier nicht zu wirr zu schreiben, aber bei zwei Quervergleichen, wird es mir trotzdem passieren. Ich hoffe ihr könnt folgen

Geschwindigkeit
Hier haben wir genau das, was ich gesucht habe. Das Clipper ist mit eines der kontrolliertesten Hölzer die ich gespielt habe. Allerdings fehlt im Grenzbereich die Geschwindigkeit und über dem Tisch bei Flips die Bissigkeit. Das HALC vereint genau das. Sehr viel Kontrolle über dem Tisch bei leichten Schlägen aber wenn ich mehr rein gebe kommt auch mehr als beim Clipper. Ich kann die Länge genau so dosieren, wie ich es mit dem Clipper kann. Aus der Halbdistanz kann ich wirklich extrem spinnig und variabel agieren und bei Tempo sehr nah an das Boll ALC/Viscaria kommen. Es fehlt ein bisschen, aber wirklich nicht viel!

Flugkurve
Hier sehe ich, durch alle Schlagarten, den größten Unterschied. Das HALC hat mit Abstand die höchste Flugkurve. Die Bälle kommen auch etwas kürzer und mit mehr Bogen. Es ist somit eines der Hölzer die am besten die Spinentwiklung unterstützen. Zumindest von dem was ich alles so getestet habe bisher. Das kann natürlich für manche ein Nachteil sein, werde ich aber später nochmal darauf eingehen.

Tospin (alle Arten)
Ich sage es wie es ist! Das HALC ist das beste Holz was ich kenne für den ersten Ball! Eine unfassbare Sicherheit, Net-Clearance und Spin wie ich sie noch nicht erlebt habe. Selbst bei der hohen Flugkurve hatten meine Partner Probleme gegenzugehen weil einfach extrem viel Spin im Ball ist.

Je länger der Ballwechsel geht umso mehr merkt man wie ein Viscaria Vorteile hat. Das Nachspielen und Beenden des Punktes sind mit einem Outerlayer giftiger und gefährlicher. Die Bälle sind dort länger und nicht so gekrümmt, was es Leuten schwierig macht die Bälle gegenzuziehen oder abzuschießen. Viele nennen es auch direkter.

In der Halbdistanz kann es locker mithalten, aber wie oben beschrieben, Outerlayer sind hier einfach mit mehr Killer-Gen ausgestattet. Allerdings aber auch fehleranfälliger wegen der flacheren Flugkurve. Muss jeder selber wissen, was er lieber will.

Gegentopspin: Ich mag hohe Flugkurven. Für mich ist es daher denkbar einfacher mit diesem Holz Gegenzuziehen als mit einem Outerply. Ich muss keine Angst haben, dass mir Bälle wegen der Direktheit ins Netz gehen oder wegen des Tempos und der Flugkurve hintenraus. Die Fehlertoleranz ist größer. Wieder: Ball beenden durch pure Durchschlagskraft ist hier wieder schwieriger. Jedoch hatte ich in vielen Halbdistanzduellen den Vorteil, dass meine Gegner mit längeren Bällen gerechnet haben. Sie standen zu weit hinten und mussten die Bälle fischen, diese kamen meistens zu hoch und ich hatte die Möglichkeit dominant zu werden. Es ist also eine andere Art von Dominanz. Mit einem Outerply breche ich einfach nur durch. Spielstil abhängig.

Passives Spiel
Hier hatte ich die größte Angst, weil ich mich da wirklich (erneut) in mein Clipper verliebt hatte. Mit dem Clipper, passive-, gepresste oder Spin-Blocks nicht zu treffen ist eigentlich unmöglich. Die Dinger kommen immer
Mit dem HALC geht das bis auf eine Situation sogar noch besser. Alles was über dem Tisch ist, zu langsam oder zu hoch gezogen kann ich direkt übernehmen und dies genauso, wenn nicht sogar einen ticken direkter als mit dem Clipper. Auch das Platzieren, super einfach.
Jetzt kommt das ABER: Spielt jemand wirklich harte, schnelle Topspins die auf die Carbonschicht durchschlagen, schiebt mir die ALC Faser derart nach, dass der Ball entweder raus geht oder zu hoch kommt und ich direkt im Hintertreffen bin. Allerdings habe ich wenn es zu diesem Topspin kommt, halt selbst taktisch was falsch gemacht oder der Gegner ist halt besser. Deshalb für mich nicht schlimm.

Im Vergleich zu einem Viscaria ist das HALC im passiven Spiel komplett überlegen und lange nicht so fehleranfällig. Allerdings auch wieder: Outerlayer-Blockbälle kommen flacher und gefährlicher, wenn man es kann.

Aufschlag- Rückschlag
Mit der interessanteste Punkt und hier für manche vielleicht der große Nachteil. Die Bälle springen höher als bei einem Outerply und wegen des höheren Tempos auch höher als bei meinem Clipper. Man braucht hier also eine kleine Technikanpassung. Hat bei mir etwas gedauert aber schließlich geklappt.
Um euch das zu verdeutlichen. Das HALC ist bei Rückschlägen weniger anfällig als ein Viscaria, allerdings kann es am Anfang passieren, dass die Bälle zwar kommen, aber zu hoch. Damit ist es leicht für einen guten Spieler zu übernehmen. Hat man den Dreh raus, kann man sehr variabel und spinnig agieren, sogar sehr spinnig Kurzlegen.
Mit einem Viscaria kam es immer mal vor, dass man einen direkten Fehler auf den Aufschlag gemacht hat, weil der Winkel nicht top war. Hat man hier nämlich nicht gut getroffen kamen die Bälle zwar nicht zu hoch aber zu lang. Ihr seht, Eierlegende-Voll-Milch- Sau oder wie das Viech heist

Flips sind genau das was ich mir erhofft hatte. Viel Kontrolle aber giftiger als mit dem Clipper.
Aufschläge sind durch und durch ein Traum, man kann sehr kurz und spinnig aufschlagen und wenn man will aber auch die ALC Faser aktivieren und mit mehr Einsatz sehr gefährlich lange Aufschläge spielen. Deutlich einfacher als ein Viscaria aber auch gefährlicher als das Clipper und mit mehr Spin als bei beiden!

Bemerkung zu Outerlayer
Man könnte jetzt meinen, dass ich seit neustem die Outerlayer Hölzer nieder mache. Bitte nicht falsch verstehen! Ich liebe mein Viscaria und habe es jetzt fast 20 Jahre lang geliebt! Aber: ich war früher einfach jeden Tag in der Halle. Ganz früher sogar mehrere Einheiten am Tag. Damit war es nie ein Problem solch ein Holz zu kontrollieren. Seit dem ich aber nur noch 1 - 3 Einheiten die Woche mache merke ich, dass es einfach zu trainingsintensiv ist und ich Kontrolle und Sicherheit brauche. Deshalb der Schritt zurück.
Vielleicht wenn ich wieder mehr trainieren kann, wenn die Kinder größer sind, mache ich auch wieder den Schritt auf das Viscaria.


Empfehlung
Das Harimoto ALC ist ein Top Holz mit viel Kontrolle im vergleich zu Outerply Hölzern. Es ist nicht viel langsamer und extrem spinnig mit hoher Flugkurve: Somit auch ganz klar meine Empfehlung: Das Harimoto ALC ist für den Spin Spieler gedacht, der variabel und nicht über Druck agiert.
Für Powerspieler, Block-Konter-Schuss-Spieler oder Leute die eher eine flache Flugkurve wollen, ist dieses Holz nichts!

Ich wundere mich tatsächlich warum dieses Holz nicht mehr Resonanz hat. Es ist ein Top Holz!

Da es bei uns um nichts mehr geht werde ich auch das letzte Spiel mit dieser Kombi spielen und auch (erstmal) dabei bleiben
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