Hier findet sich ein Artikel der Süddeutschen von 2011 zu dem Thema Atomausstieg:
https://www.sueddeutsche.de/politik/...gabe-1.1106773
Darin findet man:
Zitat:
Übergangsweise sollen noch einmal Kohle- und Gaskraftwerke gebaut werden.
...
Es gebe ein gewisses Restrisiko für einen Blackout. Es müssten deshalb auch entsprechende Kapazitäten bei fossilen Kraftwerken vorgehalten werden. Zudem wirbt Merkel für einen schnelleren Ausbau der Stromnetze, um den Umbau der Energielandschaft möglich zu machen.
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Zum einen sollte also die Atomkraft zumindest teilweise durch Kohle und Strom substituiert werden. Das kollidiert heute zum einen mit dem Ziel um fast jeden Preis CO2 Emissionen zu verhindern und setzt die Verfügbarkeit von Erdgas vorraus.
Der Ausbau der Stromnetze findet sich im Netzentwicklungsplan Strom von 2012 als Hochspannungsübertragung in Nord-Süd Richtung wieder. Dieser sogenannte Süd-Link wird nach heutigem Stand erst 2028 fertiggestellt. Grund dafür ist, dass aufgrund zahlreicher Proteste der betroffenen Ländern das ganze jetzt unterirdische verlegt wird und auch dafür muss mit ca. 50.000 Grundstückeigentümern verhandelt werden (siehe z.B.
https://www.welt.de/wirtschaft/artic...-zu-klein.html).
Unterm Strich muss man sagen, dass wir in einer sehr ereignisreichen Zeit leben und Entscheidungen von 2011 im Jahre 2023 aufgrund verschiedener Ereignisse und unterschiedlicher Ziele anders bewertet werden.