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AW: Frage zu METEOR L-8512 def
Der erste Eindruck:
Holz: Matushita Pro
VH: Tackiness C, 1,5mm , schwarz, frischgeklebt
RH: Meteor-8512 L-def, 0,5mm, rot
Die „Noppenköpfe“ sind im Vergleich zum Feint long II glatt, bessergesagt, ohne Profil. Insgesamt scheint mir der Belag – respektive die Noppen – auch weicher zu sein. Und langsamer. Folgende Wiedergabe der Eindrücke ist immer unmittelbar im Vegleich zum Feint long II zu sehen:
Aufschlag-Rückschlag:
Einfacher und gefährlicher! Mit fast ein- und derselben Bewegung lassen sich praktisch alle langen Aufschläge, egal was für Schnitt oder Tempo, problemlos retournieren. Das war mir in dieser Form mit dem Feint nicht möglich, da dieser doch anfälliger auf Schnitt reagiert. Wenn man dem Ball mit einer klassischen Abwehrbewegung mit leicht verändertem Blattwinkel entgegenwirkt, ist die Annahme kein Problem mehr. Mit verändertem Blattwinkel meine ich, nicht direkt hinter den Ball zu gehen, sondern ihn eher an der Seite zu treffen. Aehnlich wie bei der Abwehr mit Seitunterschnitt, aber natürlich deutlicher tempodosierter und mit mehr Handgelenkeinsatz.
Block, Konter:
Für mich viel schwieriger als mit dem Feint. Aber nach relativ kurzer Eingewöhnungsphase ging das auch. Die Bälle sind auf jedenfall deutlich gefährlicher da oft ohne jeglichen Schnitt. Ich kann mir gut vorstellen, dass mit etwas Training sich auch hier einiges auf die Beine stellen lassen kann.
Topspin, Schuss:
Auch deutlich schwierieger als mit dem Feint, da der Belag eben weniger Griffigkeit hat. Man muss den Ball beim Topspin weniger tangential und dafür mehr frontal treffen. Bei mit hoher Geschwindigkeit ausgeführten Schlagbewegungen zeigt sich der Belag als sehr dynamisch. Auch hier muss man trainieren, aber das Potential lies sich sofort erkennen.
Abwehr:
Für mich die ganz grosse Stärke. Da der Belag etwas mehr Tempo schluckt als der Feint, kann man mit mehr Power die Bewegungen ausführen, was letztlich z. B. in mehr Unterschnitt resultiert. Auf harte Topspins ist nach dem zweiten, oft bereits auch nach dem ersten, Schluss. Wie beim Feint gilt auch hier, dass sich der Belag nicht von alleine spielt. Das heisst, nur Schlägerhinhalten und Hoffen wird selten funktionieren. Die Bewegung muss schon entsprechend gemacht werden, um auch den wirkungsvollen Effekt zu erhalten. Duch das oben Genannte lassen sich auch deutlich mehr Bälle fischen; und das bei erhöhter Gefährlichkeit für den Gegner. Typisches Beispiel ist ein vom Angreifer weit nach aussen getriebener Ball in die VH, gefolgt von einem harten Ball in die RH, welcher dann vom Abwehrer nur noch bedingt kontrolliert gespielt werden kann. Hier schlägt dann das „Bremsverhalten“ zu buche. Auch diese Bälle können äusserst gefährlich werden.
Fazit: Der Belag muss – wie auch der Feint – „aktiv“ eingesetzt werden. Will sagen, dass es sich um keinen sogenannten Störbelag handelt, sondern eher um einen klassischen Verteidiger (welcher dann auch so zu spielen ist). Wird er so behandelt, erweist er sich als äusserst kontrolliert bei, im Vergleich zum Feint, erhöhter Gefährlichkeit.
Ich werde den Belag weiter spielen und dann hoffentlich o. g. Eindrücke weiter bestätigen können.
Gruss
Tony
Geändert von Tony_Iommi (26.11.2004 um 18:53 Uhr)
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