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AW: Erziehung, Schulbildung, Ausbildung, Studium
Zum Thema Ganztagsschule: Da muss man zwischen verschiedenen Modellen differenzieren. Was nicht funktioniert, ist, dass der Nachmittagsunterricht aus AGs besteht, zu der berufstätige Eltern ihre Kinder nur schicken, damit diese irgendwie nachmittags noch betreut oder beaufsichtigt werden.
Der Ganztagsbetrieb ist dann sinnvoll, wenn nachmittags beispielsweise Hausaufgabenstunden stattfinden, die Lehrer*innen betreuen, die in der Klasse auch unterrichten. Oder AGs angesetzt sind, die relevant für den Schulbetrieb sind - wie Theater - und Musik-AGs, in denen dann für Aufführungen geprobt wird. Dazu zählen auch Sport-AGs, in denen man dann beispielsweise für Jugend-trainiert-für-Olympia-Veranstaltungen trainiert. Weiter gehören zum Ganztagskonzept, wie ich es kenne, auch Klassenlehrerstunden in allen Klassenstufen, in denen man all den Orga-Kram erledigt, der anfällt und Probleme in der Klasse bespricht. Natürlich braucht eine gut funktionierende Ganztagsschule eine gute Mensa und Rückzugsräume für Freistunden.
Wenn die Schule ein vielfältiges, qualifiziertes Angebot hat und das Schulklima gut ist, kommen die Heranwachsenden auch im Ganztagsbetrieb gut durch die Schulzeit - ohne dabei zu konformistisch denkenden Erwachsenden zu werden.
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"Hier vorne geht sie unter / Und kehrt von hinten zurück." (Heinrich Heine)
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