Zitat:
Zitat von NMZS
Kontingentierung ungleich Verlosung. Und ja, das wird nicht leicht durchzusetzen und natürlich wäre es schön, wenn das gar nicht nötig wäre.
Der Punkt ist nunmal, dass der Klimawandel real ist und die Klimakatastrophe kaum noch abzuwenden. Das ist wissenschaftlicher Konsens.
Entsprechend sind Einschränkungen nötig. Wenn man rein den Hebel Preis nimmt, dann bedeutet das: kein Fleisch mehr für Arme, keine Flugreisen für Arme, kaum noch Auto fahren können für Arme. Reiche können das alle weiterhin machen.
Das widerstrebt mir, da die Verteilung von Ressourcen, Lebensqualität und -Zeit eh schon himmelschreiend ungerecht ist. Ohne den limitierenden Faktor Klimawandel wäre eine solche Kontingentierung natürlich nicht erstrebenswert. Da sorgt man dann für eine gerechtere Verteilung von Reichtum, Ressourcen etc und wie die verwendet werden, kann man dann ziemlich frei entscheiden, wie heute auch.
Das sagt doch niemand?
Nein, das ist völlig falsch. Gerade in Deutschland ist beispielsweise das Schulsystem sehr undurchlässig. Siehe z.B. hier: https://www.reddit.com/r/de/comments...otion_welcher/ Und Erbschaften gehen eben auch primär an die, die schon reich sind: https://www.stern.de/wirtschaft/geld...t-7524446.html
Die Meritokratie existiert eben nicht bzw bestenfalls rudimentär.
Reiche geben den allergrößten Teil ihres Geldes nicht aus, sonst wären sie ja nicht mehr reich. Das ist wirtschaftswissenschaftlich gesehen einfach grober Quatsch, den du da geschrieben hast.
Klar, Reiche geben mehr Geld aus als Arme oder auch der Durchschnitt. Aber der Anteil, den sie ausgeben, ist viel geringer. Stattdessen investieren sie, was bedeutet, dass sie einen immer größeren Teil des Kuchens bekommen. Wie heißt es noch so schön-schrecklich? Sie lassen das Geld für sich arbeiten. Sprich: Andere arbeiten, man selber bekommt das Geld in Form von Dividenen und Kapitalerträgen.
Nimmt man jetzt die 15 Mio. des Fußballers aus dem Zitat und gibt sie stattdessen den Armen. Die geben das zu einem viel größeren Teil aus und fördern damit ganz konkret die Wirtschaft. Das hätte einen viel positiveren Effekt. Dadurch würden ungleich mehr Arbeitsplätze entstehen als durch einen Fußballer, der von seinen 15 Mio. 10 Mio. investiert, sich für 3 Mio. eine Villa kauft und den Rest für Luxusartikel ausgibt. Und das sind jetzt nichtmal irgendwelche modernen Thesen von den paar kritischen Wirtschaftswissenschaftlern und Wirtschaftswissenschaftlerinnen, die es da gibt. Das ist völlig basale VWL.
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Fussballer sind nun leider das falsche Beispiel, da Angestellte und somit sind grob 45% weg. Steuersparmöglichkeiten im Verein nahe Null.
Dass sie über gewiefte GmbH Konstrukte Sponsorgelder 10 Jahre steuerfrei einnehmen können, indem man ihnen, dasselbe gilt auch für Influencer etc., die Möglichkeit einräumt ihre Bildrechte abzuschreiben, da könnte man als Staat dran.
Sie sind nun, auch aufgrund ihres Konsumverhaltens, aber grundsätzlich die falschen Adressaten.
Wenn schon, dann solltest du dich auf die Großkonzerne und international tätigen "Mittelständler" einschießen, da sind 95% der Fussballer kleine Lichter gegen und das sind die die mit ihren Töchtern in Irland, den Niederlanden, den Caymans usw. Ihre Steuerquote maximal drücken. Oder dass Milliardäre mittels Familyoffice eine Banklizenz erhalten und auf Dividenden nur 1,25% Steuern bezahlen.
Fussballer sind halt populärer, die anderen kennt halt kaum jemand.
Oder wenn deutsche Staatsbürger ins Ausland gehen, kaum Steuern hierzulande zahlen (Vettel, Zverev, Beckenbauer, Schumacher usw.), sich aber dann zu gesellschaftlichen und politischen Themen äußern. Oder, wie Vettel, hier noch Wahlwerbung machen. Trifft übrigens genauso auf Kroos und seine CDU Werbung zu.
Da kannst du ansetzen, da stinkt es zum Himmel, da ist aber auch die größte Lobby eine gerechte Besteuerung zu verhindern.