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Alt 17.05.2023, 15:37
Ballonverteidiger Ballonverteidiger ist offline
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AW: TIBHAR Hybrid K3

@JanMove:
Ich glaube du bist einer von wenigen die dem V>20 DE eine gute Haltbarkeit attestieren. Da habe ich viele konträre Meinungen im Internet gelesen. Besonders was die Haltbarkeit des Schwammes (Stichwort: "dead spots" nach einigen Wochen) betrifft. Ich habe den V>20 DE auch getestet. Der K3 spielt sich hinsichtlich Härte kompakter und deutlich aggressiver als der V>20 DE und geht beim Tempo bei entsprechender Beschleunigung spürbar mehr nach vorne. Ich denke das liegt in erster Linie daran, dass der Schwamm des K3 schneller und leistungsfähiger ist. Der V>20 DE ist nicht auf sehr hohes Tempo ausgelegt, sondern mehr auf ausgeglichene Spieleigenschaften hinsichtlich Tempo und Rotation. Die Obergummis sind ebenfalls verschieden, da das Obergummi des V>20 keine bremsenden oder leicht klebrigen Eigenschaften hat wie das OG des K3. Im Ball-Anschlag spielen sich K3 und V>20 DE für mich aber durchaus ähnlich und anders als der MX-D bzw. normale Tensoren.

Die Obergummi-Haltbarkeit ist beim MX-D im Vergleich zum K3 sicherlich besser. Im direkten Vergleich spielt sich der MX-D spürbar weicher (Achtung: relativ) als der K3, weil der Schwamm des K3 feinporiger und härter ist. Der K3 spielt sich für einen 53° harten Belag allerdings sehr dynamisch und durch den relativ früh einsetzenden Katapult können auch mit kurzen Bewegungen bereits entsprechend hohe Tempo-Werte erzeugt werden können. Der K3 ist somit sehr lebendig, sobald man aktiver wird. Dadurch ist die Umstellung von einem Tensor wie dem MX-D hinsichtlich der technischen Umsetzung beim Topspin keine nennenswerte. Ich kann die Bälle mit dem K3 (noch) besser führen und muss meine Schläge gefühlt weniger dosieren als mit dem MX-D. Den Schlägerwinkel muss man beim Topspin mit dem K3 allerdings anpassen. Spieler, die den MX-D mit ihrer Technik aktiviert bekommen, die werden das auch mit dem K3 hinbekommen. Unterm Strich ist der K3 trotzdem ein harter Belag, der sich im Gegensatz zum MX-D auch kompakt spielt. Wenn die Beschleunigung auf Unterschnitt fehlt, um den Schwamm zu aktivieren landen die Bälle gnadenlos im Netz. Und wenn der Schlägerwinkel nicht passt und man im offenen Ballwechsel durchzieht werden die Bälle aufgrund der höheren Flugkurve auch mal zu lang. Vorteile hat man mit dem MX-D bei orthogonalem Treffpunkt (Konter, Block), aus der Halbdistanz und bei Schlagspins. Dafür ist die Qualität mit dem K3 im Aufschlag/Rückschlag und die Rotation im Topspin höher. Über dem Tisch und im Gegenspin am Tisch spielen sich beide Beläge top, wobei auch da der K3 für mich (noch) besser ist.

Den MX-S sehe ich nicht als toten Lappen. Das Grundtempo ist auch beim MX-S relativ hoch, nur kommt im Vergleich zu MX-D/MX-P wenig bis kein Katapult, der den Spieler in seinen Schlägen unterstützt. Man muss einfach mehr arbeiten mit dem MX-S. Was den MX-S denke ich für viele zu anspruchsvoll macht ist, dass die Flugkurve relativ flach ausfällt und man schon einen guten Zug braucht um Bogen in die Bälle zu bekommen. Das ist beim K3 insofern anders, weil die Flugkurve grundsätzlich höher ausfällt. Insgesamt spielt sich der K3 vom Spielgefühl her dynamischer, lebendiger aber auch härter als der MX-S. Als moderne Hybrid-Alternative mit ähnlicher Schwammhärte zum MX-S würde ich eher den Hybrid MK sehen. Auch der MK hat eine höhere Flugkurve, ein elastisches, sehr griffiges (aber nicht klebriges) Obergummi und spielt sich hinsichtlich Tempo-Entfaltung linear aber nicht langsam. Der MK ist aus meiner Sicht deutlich einfacher zu spielen als der MX-S. Als Hybrid-Alternative zum MX-D sehe ich den K3.

Geändert von Ballonverteidiger (17.05.2023 um 22:35 Uhr)
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