Zitat:
Zitat von topfspin
Ich schätze ja Annett Kaufmann sehr und habe sie auch schon oft genug bei ihren Erfolgen und aufgrund ihrer tollen Spielweise gelobt.
Aber beim Clip beim DTTB auf youtube kann ich nur den Kopf schütteln.
Ich weiß, ich werde jetzt wieder kritisiert.
Aber ich bin der Meinung eine 16-jährige sollte ihre Leistung richtig einordnen können und nicht sagen, dass sie jede(n) schlagen kann.
Wenn ich von 4 verlorenen Sätzen 3 zu "4" verliere, habe ich trotz zweier gewonnener Sätze "Null Chance gehabt".
Man könnte ja auch mal sagen: "In einigen Phasen konnte ich mithalten und gute Punkte erspielen. Aber ich sehe noch Defizite im Rückschlag-Bereich".
Ich meine, man lügt sich sonst etwas in die Tasche.
Vielleicht geht es hier nur um eine gute Außendarstellung der Leistung (--> Sponsoren).
Aber die Frage ist, ob hier wirklich eine richtige Aufarbeitung der gezeigten Leistung stattfindet oder ob alles rosarot gemalt wird.
Ich kann doch nicht sagen, ich habe eine Chance, weil ich ein paar tolle Bälle spiele und kriege dann massenhaft Aufschläge nicht sauber über das Netz.
Aber ich bin auch nicht der Teampsychologe und nur unterklassiger Amateurspieler.
Ich habe nur von meinen sportlichen Ergebnissen sagen, dass ich meine Leistung am ehesten gesteigert habe, als ich den aktuellen Leistungsstand und die Defizite mir erst einmal vor die Augen gehalten habe.
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Mit 16 Jahren? Ich würde es eher noch als gesundes Selbstbewusstsein einordnen.
Was wollt ihr eigentlich? Man beschwert sich (zurecht) über die mangelnde Einstellung einer Solja, lobt die die verbissenen Chineseninnen, die Verletzungen vorgaukeln, Zeit schinden, etc., und ärgert sich dann über einen Teenager, der Biss zeigt.
Wie mit Boll und Ovtcharov. Der eine sei zu nett und unambitioniert, der andere hat euch zuviel Biss, gilt aber auch gleichzeitig als Beispiel, wie ein mäßig talentierter Sportler das Maximale aus sich herausholt.
Man kann ja durchaus unterschiedlicher Meinung sein, aber die Maßstäbe sollten die gleichen sein.
Zu den Chinesen sei gesagt, es gibt nur einen, der sympathisch rüberkommt: Fan Zhendong. Er hat eine gewisse jugendliche Leichtigkeit,die den anderen abgeht. Der Rest der Chinesen ist entweder farblos oder neigt dazu, in engen Situationen, das Fairplay außen vorzulassen.
Solange die Regeln des Spiels und ein Fairplay vorhanden ist und nicht zuviel geschrieen wird. Szocs mit ihrer Harpyenstimme, Moregardh mit seiner infantilen Siegerpose und Harimoto mit seinen Urschreien sind aber fast noch schlimmer.