Zitat:
|
Zitat von ttarc
Nichtsdestotrotz merkt man die veränderte Gewichtsverteilung (und ob man mit kopf- oder grifflastigeren Schlägern besser zurechtkommt) und - bspw. Holz bleibt gleich, nur ein Belag wird 5g schwerer oder leichter - dass das Timing erstmal nicht 100% passt.
|
Klar merkt man das, weil in der Realität eben keine idealisierten Bedingungen herrschen und die einfachsten Gleichungen deshalb nur unzureichende Antworten geben. Dämpfung, Schwingungsanregung des Holzes und Belages, Ballkontaktzeiten ändern bereits die Bilanzen. Desweiteren sind die meisten Schlagbewegungen beschleunigte Bewegungen, noch dazu häufig auf Kurvenbahnen. Die Trägheit der Masse bei Beschleunigung kann das statische Gewicht (auf der Erde) um ein Mehrfaches übersteigen.
Weiter kommt man da IMHO schon eher praktisch, wenn man einen Mark V und einen modernen Boliden mit großen, gasgefüllten Zellen zusammen auf ein Holz klebt und fest eingespannt mit einem Ballroboter beschießt. (Halbwegs gleiches Gewicht und Schwammdicke der beiden Beläge sollten schon gewählt werden, damit nicht zu große Störeffekte durch Zusatzvariablen eingebaut werden.)
Wenn man Tempo, Winkel und Treffpunkt variiert, wird man von beiden Belägen unterschiedliche Weg-Zeit-Diagramme des Balles erhalten. Diese spiegeln dann in Summe zumindest schon ein wenig die
Dynamik des jeweiligen Belages auf dem Holz wider.
Ein versierter Spieler wird am Ballroboter mit etwas Systematik vermutlich in kürzerer Zeit zu den gleichen Aussagen betreffs der Dynamik kommen
Dann wären wir aber immer noch bei recht einfachen Dynamikkennlinien. Richtig verzetteln kann man sich dann, wenn man komplexe Dynamiken systematisieren möchte. Ausgerechnet die kommen in der Praxis aber häufig vor -- aber dafür haben wir dann ja Fachforen und das Reich der Phantasie