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AW: Neue Saison, Motivation, Ziele, Training und so
Hi twichOr,
ich arbeite gerne mit sensorischen/habtischen und visuellen Orientierungen, und Vorstellungsbildern.
Dann habe ich das Gefühl zu wissen, woran es liegt, wenn ein Schlag nicht so kommt, wie ich möchte.
Da ein guter VH-Topspin einen Ganzkörpereinsatz erfordert, ist die Bewegung sehr komplex.
Deswegen kann es hilfreich sein, die Bewegung zu zergliedern und sich Schritt für Schritt bewusst zu machen:
Es geht gefühlt in den Füßen los, mit Druck vom hinteren Fuß auf den vorderen Fuß > Gewichtsverlagerung > natürlich v.a. durch die Oberschenkelkontraktion, aber spürbar v.a. in den Füßen/Fußballen).
Beim Schattentraining "vor dem Spiegel" trainiere ich dann nicht isoliert die Gewichtsverlagerung, sondern mache die komplette VH-Topspinbewegung, konzentriere mich aber nur auf die Gewichtsverlagerung (Füße), bis ich eine deutliche Bewegungsvorstellung davon habe und sofort merke, wenn die Gewichtsverlagerung fehlt bzw. falsch herum ist.
Wer eine visuelle Hilfe braucht bzw. mehr spüren möchte, kann eine Turnmatte auf eine Weichbodenmatte legen und die Übung darauf machen.
Dann spielt die Hüftdrehung eine große Rolle (Impuls aus Rumpfmuskulatur mit kontrolliert stabilem Rumpf (Bauchmuskelanspannung):
Dabei hilft die Vorstellung eines Impulses aus der Bauchmitte (Dantiem); aus der Kampfkunst.
Die 2. Übung ist wieder die komplette VH-Topspinbewegung, aber die Aufmerksamkeit ist komplett auf die Bauchmitte als Drehimpuls für die Hüftdrehung gerichtet.
Als nächstes ist die Schulterdrehung dran. Dabei eignet sich super ein T-Shirt mit ins Auge stechender andersfarbiger vorderer Schulterpartie, die bei der Ausholbewegung aus dem Augenwinkel heraus gut zu sehen ist.
Die 3. Übung ist wieder die komplette VH-Topspinbewegung mit der alleinigen Aufmerksamkeit auf die Schulter(vor)drehung mit Augenmerk auf die vorderer Schulter.
Durch die Konzentration auf nur einen Aspekt des Körpereinsatzes, gehen die anderen Aspekte, die man trotzdem mitmacht, langsam in den Automatismus über, den man später an der Platte braucht.
Und man entwickelt ein Gefühl für die "richtige", weil effektive Technik.
Weiter geht es mit dem richtigen Armzug, wobei ich mir vorstelle, dass der Ellenbogen wie von einem Band nach hinten gezogen wird, damit der Arm nicht absackt, dann in der gleichen Ebene mit langem Arm zurück"geschleudert" wird und der Ball möglichst tangential getroffen wird,
im Balltreffpunkt mit Armzug (> Anwinkeln des Armes) bei gleichzeitigem Handgelenksimpuls, um dem Ball größtmögliche Rotation mitzugeben.
Alle diese Teilschritte lassen sich aufmerksamkeitsmäßig isoliert trainieren
bei gleichzeitig vollständiger Ausführung der Topspinbewegung.
Um aufs Threadthema zu kommen; ich habe mir vorgenommen zur Vorbereitung auf die neue Saison diese Übungsreihe mit gezieltem Fitnesstraining zu kombinieren, indem ich sie barfuß im weichem Sand am Strand mit Beinarbeitsübungen verbinde.
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VH: Zyre in max., RH: Hybrid MK pro in max., Joola Rossi Emotion
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