Hessen hat, nachdem andere Verbände es längst getan haben, endlich den richtigen Schritt gemacht und entsprechend nachgezogen.
Jahrelang wurde gejammert, dass Jugendliche bereits früh in die Herren müssten, da die Hessenliga nach und nach zu einer Liga verkommen ist, die spielstarken Jugendlichen bei weitem keinen Anreiz mehr bieten konnte. Vor allem Hessen als ambitionierter Landesverband sollte ein Interesse daran haben, auch auf Bundesebene entsprechend vertreten zu sein. Eine Veranstaltung auf Bundesebene hat sportlich einen entsprechenden Wert. Die Zeiten, in denen die Deutschen Mannschaftsmeisterschaften teilweise mit Spielern besetzt waren, die froh waren, sich im Individualspielbetrieb zur Bezirksmeisterschaft zu qualifizieren, sind im Bereich J19 schon lange vorbei.
Schaut man sich die Ergebnisse der hessischen Teams in diesem und im vergangenen Jahr bei der J19 an, stellt man doch schnell fest, dass eine derartige Regelung überfällig war.
Ich stimme Mephisto zu, dass die neue Regelung gut ist. Dies hat sich in anderen Landesverbänden bereits etabliert und bewährt. Ich muss Mephisto grundlegend widersprechen, wenn er behauptet, dass bei Deutschen Mannschaftsmeisterschaften keine Vereine mehr mit gewachsenen Strukturen spielen. In diesem Jahr gingen die ersten drei Plätze an Borussia Düsseldorf, Grünwettersbach und Saarbrücken, allesamt Vereine mit Strukturen von denen die meisten nur träumen können.
Die Regelung wurde in den anderen Landesverbänden sowie nun im HTTV gemacht, damit Jugendliche entsprechend zusätzlich in einer Jugendmannschaft spielen dürfen.
Eine Regelung, wie beispielsweise dass Jugendliche nur in einer Mannschaft zur Sollstärke zählen dürfen, wäre eine Regelung, die alle jugendlichen ausbremst, die parallel in beiden Mannschaften spielen möchten und damit weder im Sinne der Jugendlichen, noch im Sinne der Regel.
Zitat:
Zitat von Mephisto
Grundsätzlich bin ich bei Dir, was die Folgen betrifft.
Ist halt eine Frage der Verhältnismäßigkeit. Und da sind wir bei den Mindesteinsätzen für weiteführende Veranstaltungen, die nicht geregelt sind. Das ist das Problem.
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Zum Verständnis: Dieser Vorschlag, durch Mindesteinsätze das Mitwirken auf höherer Ebene zu unterbinden wäre sozusagen eine Sperre für die nicht eingesetzten Spieler bei den DMM oder was ist damit gemeint?
Sasma widerspricht sich hier selber. Wenn Kaderspieler sich zusammentun um gemeinsam anzutreten, bedeutet es nicht, dass die Nachwuchsarbeit der anderen Vereine mit Füßen getreten wird. Der leistungsorientierte Nachwuchssport wird genau dadurch aufgewertet. Nichts anderes erleben wir in den Herrenligen durch die 4er-Mannschaften, die auch dazu führen, dass das Niveau oben steigt und einige nach unten rutschen (müssen). Nicht selten findet sich in der VL oder BOL Herren dann ein Spieler, der von wenigen Jahren noch bedenkenlos in der OL hätte spielen können.
Die Frage ist schließlich, was man eigentlich erreichen möchte.
Will man, dass die gemeldeten Spieler auch spielen? Wir kennen gemeldete Spieler ohne Einsätze bereits aus dem Erwachsenenbereich. Ich werfe mal einen praktikablen Vorschlag in den Raum, der entsprechend einfach umsetzbar wäre: Wir haben in der WSO bereits einen Abschnitt, der genau regelt, wann ein Spieler zum Reservespieler wird. Jugendliche sollten dann, sofern sie zum Zeitpunkt der Mannschaftsmeldung Reservespieler wurden (weil sie nicht gespielt haben), nicht mehr zur Sollstärke zählen. Deren Vereine hätten dementsprechend das Problem, dass der Punktewert zu niedrig wäre und sie nicht mehr in die Hessenliga kommen.