Oh, extra dafür angemeldet.
Nein, diese Regelung ist kein Gewinn für Vereine. Es steigert die Beliebigkeit in unserer Sportart weiter und verwässert den Mannschaftsgedanken, damit auch die Bindung an Vereine.
Für das einzelne Individuum mag das verständlich sein, wenn man das große Ganze im Auge hat, ist es schädlich.
Sasma hat sehr gut dargestellt, wie diese Regelung zu einer Entwertung der Deutschen Mannschaftsmeisterschaften geführt hat und weiter führen wird. Die von dir angeführten Beispiele sind unglücklich und zeigen, dass du nur oberflächlich Ahnung von der Materie hast. Nehmen wir Grünwettersbach: Die vier besten U19-Spieler des Vereins spielen alle für andere Clubs bei den Herren. Der 1.FC Saarbrücken hat überhaupt nur fünf gemeldete männliche Nachwuchsspieler von denen 4 bei einem anderen Club bei den Herren spielen. Und der Fünfte spielt U11 und hat knapp 1000 Punkte. Bei Borussia Düsseldorf ist dann immerhin einer (!) unter den ersten Vieren, der auch für den Verein bei den Herren aufschlägt. Fazit: Echt tolle gewachsene Strukturen!
Ich habe als Trainer mehrfach Mannschaften betreut, die sich für Deutsche Mannschaftsmeisterschaften qualifiziert haben. Es war für alle Spielerinnen und Spieler ein riesiger Erfolg! Für den Verein war es ein totales Highlight, von dem heute noch gesprochen wird.
Dort trafen wir auf zusammengewürfelte (besser: gekaufte?) Mannschaften, deren Spieler lediglich das entscheidende Qualifikationsturnier zusammen gespielt hatten, sonst in der Herren Regional-, Oberliga oder gar 3.Bundesliga antraten. Für sie war es ein Turnier unter vielen, bei keinem habe ich diese glänzenden Augen gesehen.
Ich weiß auch nicht, inwieweit die Deutschen Mannschaftsmeisterschaften relevant für die leistungssportliche Entwicklung eines Verbands sein sollten. Das erkennst du schon daran, dass sich kein Verbandstrainer das ansieht. Es gibt aufgrund der Ergebnisse keine höheren Zuschüsse durch Landessportbünde, diese Veranstaltungen spielen in der Saisonplanung der Verbände keine Rolle.
Die nächste Entscheidung wird übrigens sein, es Spielern zu erlauben parallel in verschiedenen Ligen Europas gleichzeitig zu spielen. So wie es schon in vielen Ländern erlaubt ist. Das wird schon beraten und ist nur die konsequente Weiterführung. Es gibt jetzt schon Profis, die in drei Ländern gleichzeitig spielen. Ich stelle mal die Frage welchen Wert unter all diesen Umständen sportliche Erfolge im Mannschaftsbereich noch haben.

Wenn wir Tischtennis immer weiter zur reinen Individualsportart entwickeln wollen, dann sind wir damit definitiv auf einem guten Weg.
Ich fürchte nur es ist wie mit der Büchse der Pandora. Sie ist geöffnet und wir werden das, was aus ihr entwichen ist, nicht mehr wegschließen können.