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Alt 21.07.2023, 15:59
ttbaron ttbaron ist offline
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ttbaron ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt (Renommeepunkte ungefähr beim Startwert +20)
AW: Beirat beschließt uneingeschränkte Spielberechtigung für Nachwuchs bei den Erwachsenen

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Zitat von Dragonspin Beitrag anzeigen
Sasma hat sehr gut dargestellt, wie diese Regelung zu einer Entwertung der Deutschen Mannschaftsmeisterschaften geführt hat und weiter führen wird.
Wenn man sich eine DMM als Breitensportveranstaltung fernab von Leistungsgedanken wünscht, dann hat sasma das. Ich halte es für sportlich wertvoller, wenn dort entsprechendes Niveau gespielt wird. Somit sprechen wir von einer sportlichen Aufwertung.

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Zitat von Dragonspin Beitrag anzeigen
Der 1.FC Saarbrücken hat überhaupt nur fünf gemeldete männliche Nachwuchsspieler von denen 4 bei einem anderen Club bei den Herren spielen. Und der Fünfte spielt U11 und hat knapp 1000 Punkte. Bei Borussia Düsseldorf ist dann immerhin einer (!) unter den ersten Vieren, der auch für den Verein bei den Herren aufschlägt. Fazit: Echt tolle gewachsene Strukturen!
Saarbrückens Spieler haben deiner Meinung nach also wohl kaum was mit dem Verein zu tun.
Saarbrücken (und auch Grünwettersbach) fördern auch Nachwuchsspieler und darunter Teilnehmer der DMM. Und wenn man bei einem Verein wie Düsseldorf sagt, dort seien keine gewachsenen Strukturen, fällt es mir schwer, dem zu folgen, denn ein Blick auf die Mannschaftsmeldungen in deren Herren- und Jugendbereich genügt, um festzustellen, dass bundesweit damit nur wenige mithalten können. Dort wird offensichtlich einiges richtig gemacht. Und das ist nicht nur darauf bezogen, dass der Verein bereits einige Champions League Titel eingefahren und und seit etwa 50 Jahren ein Weltklasseverein ist.


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Ich habe als Trainer mehrfach Mannschaften betreut, die sich für Deutsche Mannschaftsmeisterschaften qualifiziert haben. Es war für alle Spielerinnen und Spieler ein riesiger Erfolg! Für den Verein war es ein totales Highlight, von dem heute noch gesprochen wird.
Die Meister der Hessenligen waren in der damaligen Form bei den DMM kaum konkurrenzfähig. Es ist kein Geheimnis, dass das immer schwächer gewordene Niveau der Hessenliga die besseren Spieler von der Liga ferngehalten hat. Eine Tatsache, die grundsätzlich seit Jahren bekannt ist und ein Handeln unausweichlich machte, zumal die Liga teilweise für starke 13-jährige zu schwach war. Wir sprechen bei der Hessenliga von der höchsten Spielklasse für Jugendliche. Dementsprechend sollte auch der Anspruch an die Qualität sein, will man nicht eine Liga haben, in welcher teilweise Jugendliche spielten, die kaum Kreisliga-Herren-Niveau hatten. Es gibt nun auch genügend starke Vereine in den Verbandsligen, die eine Option für alle Vereine sind, für die das Niveau der Hessenliga zu hoch ist.
Der HTTV gibt den Vereinen nun nach vielen Jahren der Schmach endlich die Chance, auch auf Bundesebene konkurrenzfähig zu sein.


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Ich weiß auch nicht, inwieweit die Deutschen Mannschaftsmeisterschaften relevant für die leistungssportliche Entwicklung eines Verbands sein sollten. Das erkennst du schon daran, dass sich kein Verbandstrainer das ansieht. Es gibt aufgrund der Ergebnisse keine höheren Zuschüsse durch Landessportbünde, diese Veranstaltungen spielen in der Saisonplanung der Verbände keine Rolle.
Wir sprechen von einem Niveau, das in der Spitze wesentlich höher ist, als bei den hessischen Meisterschaften. Mehr muss zur Wertigkeit nicht gesagt werden. Ob der Verband dadurch Zuschüsse kassiert oder nicht, ist bei der sportlichen Beurteilung irrelevant.

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Die nächste Entscheidung wird übrigens sein, es Spielern zu erlauben parallel in verschiedenen Ligen Europas gleichzeitig zu spielen. So wie es schon in vielen Ländern erlaubt ist. Das wird schon beraten und ist nur die konsequente Weiterführung. Es gibt jetzt schon Profis, die in drei Ländern gleichzeitig spielen.

Der Sport verändert sich und genauso die Umstände. Dies erkennen auch die Verbände und reagieren. Vierer-Mannschaften und die uneingeschränkte Spielberechtigung für Jugendliche sind keine Schritte, die in irgendeiner Form verhandelbar, sondern absolut notwendig und überfällig waren. Den Mannschaftssport wie es ihn vor 20-30 Jahren gegeben hat, gibt es in der Form immer seltener. Der Verband musste an dieser Stelle auf Veränderungen reagieren und hat dies auch getan.

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Hallo Boing Boing!
Ich halte die Einführung der Regel allerdings für einen Fehler.
Man kann sicherlich über die Einführung von Mindesteinsätzen wie von anderen und auch von mir beschrieben diskutieren. Aber Jugendlichen, die das wollen, die Chance zu geben auch Jugend zu spielen ist eine Neuerung, die nicht nur für die Leistungsorientierung sondern grundsätzlich für die Jugendlichen und Vereine gut ist. In Hessen ist die Regelung neu, woanders längst gelebte und etablierte Praxis. Und auch woanders musste man sich an die Neuerungen erst mal gewöhnen. Hierzulande haben wir vor nicht allzulanger Zeit auch die Regel eingeführt, dass Jugendliche in mehreren Nachwuchs-Mannschaften ligenübergreifend spielen können. Je nach Alter kann ein Hessenligaspieler dann auch in der Kreisklasse antreten. Für viele Vereine eine Chance, mehrere Mannschaften zu melden, was auch genutzt wird.
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