Lt. der HNer Stimme liegt das Ganze wohl doch an versäumten Spielerwechseln.
Der ganze Bericht:
http://www.stimme.de
Vor erstem Ballwechsel droht Abstieg
Von Klaus Apitz
Tischtennis-Zweitligist Sontheim meldete nicht fristgerecht, die vier Neuen sind ohne Spielberechtigung
Tiefschlag für den TSV Sontheim. Weil der Zweitligist seine vier Neuzugänge beim Deutschen Tischtennis-Bund nicht fristgerecht gemeldet hat, sind alle vier für die kommende Saison derzeit ohne Spielberechtigung. Der Abstieg scheint also perfekt, ehe der erste Ball gespielt ist.
Am 31. Mai war der letzte Tag, an dem die Vereine ihre Kopien der vom württembergischen Verband erteilten Spielgenehmigungen in Frankfurt bei Spielleiter Peter Stork hätten einreichen können.
In Sontheim aber war man sich des Versäumnisses nicht einmal bewusst, denn erst vor zwei Wochen sei man darauf hingewiesen worden, sagt Jürgen Rebel, der sportliche Leiter des TSV.
Er will sich ansonsten auf Anfrage nicht weiter zu dem Fall äußern, gibt aber zu, "dass ein Fehler gemacht worden ist."
Für Zweitliga-Spielleiter Peter Stork ist der Fall klar. "Die vier Spieler haben unserer Ansicht nach keine Spielberechtigung, der württembergische Verband hat diese bereits widerrufen. "
Das bedeutet zum jetzigen Zeitpunkt, dass Sontheim ohne wettbewerbsfähige Mannschaft dasteht. Denn nach den Abgängen von Zhang Yin, Ferenc Simon, Nico Christ, Jörg Schlichter und Chrisztian Katus hatte Sontheim mit dem Chinesen Wang Xiexin (TTC Grenzau II), dem Norweger Eirik Ensnens sowie den deutschen Nachwuchsspielern Stefan Fraasch (Wendlingen ) und Mike Behringer (Lippoldsweiler) Ersatz beschafft.
Mit den Neuen hätte man in der 2. Liga auch weiterhin mithalten können. Doch sollten die Vier wirklich nicht spielen dürfen, dann ist der Abstieg für die Sontheimer perfekt.
Es bliebe ein Nachrücken eigener Spieler, die aber in Liga zwei total überfordert wären. Oder aber man würde mit den Neuen spielen und bekäme auch bei Siegen jedes Spiel mit 0:9 angerechnet. Hinzu käme eine saftige Strafe von 1500 Mark pro Spiel.
Gibt es für die Sontheimer, die jetzt auf dem Rechtsweg ihr Glück suchen werden, ein Hintertürchen? "Ich sehe keines und werde alles dafür tun, dass die Regelung zur Geltung kommt", sagt Peter Stork. Wie es scheint, sind jetzt die Juristen am Zug.