Zitat:
Zitat von Matousek
Angefangen hat es schon unter dem Pfälzer nach der Wiedervereinigung. Auch die Rentenbezieher aus der ehem. DDR, hatten ja nichts einbezahlt. Lafontaine meinte ja damals, dass die Einheit über Steuergelder finanziert werden müsste und nicht über die Sozialkassen.
Was geschah mit dem DDR Vermögen? Das rissen sich die Parteien und den Nagel.
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Zum ersten Teil unterliegst Du einem Irrtum, der komischerweise in der Bevölkerung sehr verbreitet ist. Wir haben ein umlagefinanziertes Rentensystem, nicht kapitalgebunden. D.h., die heutigen Einzahler finanzieren die heutigen Bezieher. Deshalb hat das auch mit der deutschen Einheit funktioniert, da Einzahler und Empfänger in das Rentensystem übernommen wurden.
Das umlagenfinanzierte System hat seine Vorteile, solange Einzahler und Bezieher im gleichbleibenden Verhältnis stehen. Da aber langsam die Babyboomer in Rente gehen kommen immer weniger Beitragszahler auf Bezieher. Andere Länder haben deshalb die Rente breiter aufgestellt, wir Deutschen haben das gewollt nicht gemacht. Auch die Debatte Lebensarbeitszeit wird hier nicht geführt, wobei die 45 Beitragsjahre eine gute Marschrichtung wären.