Zitat:
Zitat von Tackiness
Finden nicht alle Malteser so toll (weitere solche "Importe" im Tischtennis sind anscheinend Dimitrij Prokopcov und Renata Strbikova, verdiente tschechische Spieler des Jahrgangs 1980 bzw. 1979):
https://markcamilleri.org/2023/06/04...sports-import/
This is Felix Wetzel who won a gold medal for Malta in table tennis. Felix is from Germany, has no connection with Malta and doesn*t live in Malta, and was imported specifically for the Games of the small states of Europe.
This is not an attack on Felix Wetzel, of course. I*m using him as an example because I was criticised that some of the athletes who were imported had a connection with Malta, but clearly, some of them don*t.
Call me old-fashioned, but I never thought that my country could be represented in international sports events by direct imports. I would have imagined that foreigners competing under Malta*s flag would have been naturalised Maltese citizens either by living in Malta or by marriage. And I always thought that one of the points of these international games is to show national soft power by proving to the world that your nation can build strong and winning athletes. Going to the market and buying athletes for international competitions is sad and ruins the point of these games.
International sports events have always been events that project the clout and power of a nation. By winning medals with direct imports there is no glory, only the admission that your country is a failed state.
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Seh ich bisschen anders. Aus Spieler Sicht: für einen Spieler ist es das größte Ziel an Olympia und Weltmeisterschaften Teil zu nehmen. Dafür muss man unter den Top 3 seines Landes sein. In Deutschland hätte Felix wohl niemals die Möglichkeit gehabt an großen Wettbewerben teilzunehmen, weil Deutschland eben viele Weltklassespieler hat. Es ist also ein sinnvoller Schritt für Ihn, die Möglichkeit in eine Nation zu wechseln, in der er nominiert wird, wahr zunehmen.
Malta hat keine eigenen Tischtennis Profis, allerdings Spieler auf semi professionellem Niveau. Wenn Felix Wetzel in Malta mit den Spielern dort trainiert ( was er tut, kann man auf seinem instagram sehen) profitieren die maltesischen Spieler von seinen Tipps, von ihm als sparringpartner und natürlich als Manschaftskamerad in den Manschaftswettbewerben. Der Verband profitiert ebenfalls von seinen Erfolgen, die Sportart wird im Land populärer, evtl gibt es Fördergelder für die Erfolge. Wenn Felix einen Titel holt, wird die maltesische Flagge bei der Siegerehrung gehisst.
Der Spieler selber, die Spieler im Land, sowie der Verband, alle 3 profitieren davon und es ergeben sich Vorteile für alle Parteien.
Bei Prokopcov verhält es sich etwas anders. Er ist ein ehemaliger Topspieler der über seinem Zenit ist und in Tschechien nicht mehr in den Top 3. Wenn auch er noch Spaß und Lust daran hat große Turniere zu spielen, dann macht auch für ihn ein Wechsel zu einer schwächeren Nation Sinn.
Außerdem sollte man sich bewusst sein das Chinesen das seit langem betreiben. Li Jie und Li Jiao Niederlande. Fu Yu, Shao Jieni Portugal. Han Ying, Shan Xiaona Deutschland, Ni Xia Lian Luxemburg. Yang Xiao Xin Monaco. Maria Xiao, Sofia Xuan-Zhang Spanien,
Li Qian Polen, nur mal einige Beispiele. So lange es die Regeln zu lassen, kann sich niemand beschweren wenn Spieler das ausnutzen. Wenn viele andere Länder Chinesen einbürgern fürs Tischtennis, warum sollte Malta sich nicht ein Deutschen oder Tschechen schnappen dürfen ?