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AW: Materialkunde für Beläge
So einfach ist es ja (leider) nicht, dass man die Zeit für Internet-Recherche oder Zeit hier im Forum gegen Trainingszeit eintauschen kann. Zumindest nicht bei mir im Dorfverein mit 1 bis 2x Trainingsmöglichkeit pro Woche und aktuell geschlossener Hallen.
Ich sehe es eher umgekehrt, Trainingszeit kann ich durch nichts ersetzen. Wenn ich die Zeit für lange Materialtests einsetze, fehlt mir die Zeit für effektives Training. Und am Ende ist es dann auch ein finanzielles Problem, wenn ich so gar keine Idee habe, in welche Richtung meine Tests gehen sollen.
Konkret bin ich mit meinem Holz (kürzlich gewechselt auf das Donic Waldner Senso Carbon) und meinem VH-Belag (Rasanter R42) sehr glücklich! Auf der RH habe ich einfach das Gefühl, dass sich da noch was besseres finden ließe. Zur Zeit habe ich den Hexer Grip drauf. Vorher habe ich den Bluefire JP03 gespielt.
Es ist auch nicht so, dass ich bei der Härte überhaupt keinen Unterschied merke, aber die Unterschiede zwischen einem JP02, JP03 und einem Hexer Grip waren auf der Vorhand nicht so wesentlich, dass ich gesagt hätte, das verändert mein Spiel. Diesen Unterschied habe ich dann zu den Rasantern gemerkt. Das war ein derartiger Unterschied, dass ich es kaum glauben konnte. Darauf hin habe ich den in unterschiedlichen Härten probiert. Ja, schon irgendwie spürbar, aber wieder nicht so, dass ich gesagt hätte, ich komme mit einem besser oder schlechter zurecht. Unterschiede einfach sehr gering für mich.
Auf der Rückhand ist es dann umgekehrt. Wenn ich den Schläger drehe, komme ich mit dem Rasanter dort nicht zurecht. Jetzt wüsste ich halt schon gerne, in welche Richtung ich suchen soll. Wie unterscheiden sich denn meine bisher gespielten Beläge. Marketingprosa der Hersteller, zumal von unterschiedlichen Herstellern untereinander, helfen ja nicht. Katapult z.B. ließe sich messen, wird aber nicht gemacht.
Natürlich habe ich schon ein Stück weit eine Idee. Dünnes Obergummi scheint es auf der RH ja nicht zu sein. Mit einem Tensor bin ich wahrscheinlich (aber nicht sicher) richtig, aber der Katapult sollte auch nicht zu stark sein. Von daher wäre es ja schon einmal schön, zu wissen, was den Katapult alles beeinflusst. Weicher hat mehr Katapult, dicker hat mehr, aber wie sieht es mit der Porengröße aus, welche Rolle spielt dann noch die Chemie? Kann man diese Chemie, wenn sie sich auswirkt, unterschiedlichen Erscheinungsdaten zuordnen, so dass Tensoren neuerer Generation mehr Katapult haben, oder liegt das nur/hauptsächlich an der Porengröße...
Genauso würde mich interessieren, ob ein klebriger Belag, statt einem griffigen für mich was sein könnte. Aber ich finde keine Beschreibungen, wie sich der Unterschied bei unterschiedlichen Schlägen auswirkt. Vielleicht könnte ich ihn dann schon von vorneherein ausschließen.
Ich finde es einfach hilfreich, sich selbst schon Gedanken gemacht zu haben, bevor man zum Händler geht. Beim Holz hat mir das in der Diskussion mit diesem auch sehr geholfen. Und die Händler müssen das doch auch irgendwie wissen. Das Thema ist vielleicht komplex, aber doch noch lange keine Raketenwissenschaft. Aber irgendwie scheint man darum eine große Geheimniskrämerei zu machen.
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