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AW: Umstieg RH auf kurze Noppe?
Die hier geführte Diskussion finde ich sehr interessant.
Hin und wieder habe ich selbst auch mal überlegt, mir auf einen Zweitschläger eine kurze Noppe auf die Vorhand zu kleben. Ich würde dann einen Yasaka Rakza PO erwägen, einfach weil mir das Spiel von Mattias Falck gut gefällt und ich das gerne mal ausprobieren würde. Mein Hintergrund wäre so besser zu lernen gegen kurze Noppen zu spielen, indem ich mein Verständnis dafür verbessere. Die Flugkurve und Spieleigenschaften sind etwas ganz Besonderes. Zuletzt hatte ich auch die erste Gelegenheit genau diesen Belag von einem Kameraden auf der Vorhand zu testen. Es hat mir gut gefallen und ich kann mir vorstellen, dass das ein guter Trainingseffekt wäre. Ich behalte das auf jeden Fall im Hinterkopf.
Was ich mir weniger gut vorstellen kann, ist es eine kurze Noppe auf meinen Schläger mit dem primären Ziel zu kleben, es mir mit dem gegnerischen Schnitt leichter zu machen. Das mag zwar bei manchen Schlägen ein positiver Nebeneffekt zu sein, dass die Ballannahme in Teilen bei viel Spin etwas leichter wird. Aber ich habe schon den Anspruch und würde jeden Tischtennisspieler ebenfalls dazu motivieren wollen, intensiv zu trainieren, den gegnerischen Spin korrekt zu lesen, den Schlägerwinkel entsprechend anzupassen und das eigene Händchen zu trainieren. Ich meine, dass der positive Effekt der besonderen Eigenschaften der Kurznoppe dann optimal zum Tragen kommen kann. In diesem Sinne habe ich die Darstellungen von tb177 verstanden, nämlich als Anregung die Kurznoppe nicht primär als Mittel zum Kaschieren von eigenen Fehlern bzw. einer noch nicht ausreichenden eigenen Technik zu verwenden, sondern sie gewissermaßen "bestimmungsgemäß zu spielen", also ihre Vorzüge aktiv zu nutzen. Insoweit bin ich etwas verwundert darüber, wie die Reaktionen hier teilweise ausfallen und die eigentlich sehr klaren Aussagen missverstanden werden.
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Angriff ist die beste Beleidigung.
Geändert von CZ75 (31.08.2023 um 15:27 Uhr)
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