Zitat:
Zitat von Wolf11
Hundertprozentige Zustimmung......
Ich finde die Begründung von Prause und damit auch vom DTTB unterirdisch und eigentlich schon ein bisschen unfassbar.....  
Mit dieser Einstellung gegenüber solchen Wettbewerben wie Europameisterschaft oder European Games, indem man diese nur noch als Punktebringer für eine Team-Weltrangliste sieht, degradiert man diese Wettbewerbe nur noch zu unbedeutenden Veranstaltungen und Steigbügelhalter für ein WRL-System
Sorry......aber was ist das für eine erbärmliche Einstellung gegenüber diesen ganzen traditionellen Wettbewerben....
Mir geht gerade im Tischtennis diese devote Unterordnung gegenüber Olympia und seinen Zulassungskriterien sowieso schon seit geraumer Zeit auf die Nerven
Dieser olympische Wettbewerb, der an und für sich ja ein Highlight in nahezu jeder Sportart ist, wird hier vollkommen überhöht und man tut dem Sport damit keinen Gefallen, wenn man alle übrigen Wettbewerbe nur noch als Beiwerk für Olympia sieht........Das tut dem Sport an sich nicht gut......Ganz davon mal abgesehen, dass der Gewinn einer WM ohnehin für mich sportlich noch wertvoller ist, weil dort die Medaillen aufgrund der viel größeren Konkurrenz auch viel schwerer zu gewinnen sind als bei Olympia.....
Der Titel bei European Games oder Europameisterschaft ist also laut Herrn Prause gar nicht so wichtig, sondern wichtig sind nur die Punkte für die Team-Weltrangliste....
Was für eine Denkweise......
Als wenn es nur noch darum gehen würde, in dieser obskuren Team-WRL den 2.Platz zu belegen, um den Chinesen bis zum Team-Finale aus dem Wege zu gehen, um dann Silber abgreifen zu können......(was bei den Damen ohnehin sinnlos ist, da es dort fast egal ist, ob man im Halbfinale auf Chinesinnen oder Japanerinnen trifft)
Hängt davon das Seelenheil der DTTB-Funktionäre ab, weswegen man dann also solch traditionelle Wettbewerbe wie eine Team-WM nur noch als Punktebringer für eine Rangliste sieht, die aus sportlichen Gesichtspunkten ohnehin nicht das Papier wert ist, auf der sie geschrieben sieht ?
Ich bin heilfroh, dass diese "deutsche Denkweise" noch relativ exklusiv ist und dass es für andere Nationen noch etwas wert ist, auch solch eine Team-EM als einen eigenständigen Wettbewerb zu sehen, bei dem es sich lohnt, diesen Titel zu gewinnen...
Da lobe ich mir bspw. die Rumäninnen, die nach der Denkweise eines Herrn Prause ja in Malmö auch nur mit einem Ersatzteam hätten antreten müssen, da sie ja die angesprochenen WRL-Punkte durch ihren Sieg bei den European Games auch schon hatten...
Die Rumäninnen haben das nicht getan und sind mit ihrer Bestbesetzung in Malmö angetreten und haben damit diesem Wettbewerb, der Team-EM, auch die Wertschätzung entgegengebracht, die diese Veranstaltung auch verdient hat......
Die Deutschen haben das aus den von Herrn Prause erwähnten Gründen nicht getan.....
Ehrlich gesagt, finde ich diese taktische Denkweise der deutschen Team-Führung nur noch unterirdisch.....
|
Hast Du Ahnung, wie wichtig Olympia für den Verband ist?
Vorweg: Ich halte die Aktion von Prause und Co auch unsinnig. Ich verstehe vor allem die Argumentation wegen der Belastung nicht. Die meisten Spieler hatten bei den letzten Turnieren nicht so viele Spiele durch ein früheres Ausscheiden, dass es eine Riesen Belastung gewesen wäre.
Fragt mal die Spieler von WMs à la 1989, wo man vielleicht an einem Tag 2-3 Einzel und 2-3 Doppel gespielt hat. Und heute bis zu den HF maximal 1 Einzel pro Tag.
Was ich verstehe ist, wenn man sagt, dass die Trainingszeit fehlt wegen der Flüge und Aufenthaltszeit. Aber Belastung . Das kann ich nicht nachvollziehen. Und außerdem, einmal heißt es, zu wenig Spielpraxis, dann wieder zu wenig Training. Gerade wie es einem in den Kram passt.
Jetzt zu Olympia. Der Großteil der finanziellen Unterstützung für den Verband hängt von den Ergebnissen bei Olympia ab.
Halte ich das für gut? Nein. Aber es ist halt mal so.
Durch die letzten paar Olympiazyklen hat der DTTB wegen seiner Erfolge mit die höchste Förderstufe genossen. Somit ist der Druck da enorm groß.
In China wäre das sicher so, dass wenn mal die Erfolge weniger wären, dann wird nur noch mehr Geld reingepumpt. Ich sehe da immer Videos von Trainern, die nur ein oder zwei Kinder trainieren.
Bei uns fließt da leider nicht das Geld unbegrenzt.
Und weil nun mal der Terminkalender mit den nationalen und internationalen (Champions...) Ligen auch nicht gerade von Vorteil für Europa (vor allem Deutschland) sind, versucht man sich so künstlich Trainingszeit freizuschaufeln.
Ich will dann nur nicht in paar Wochen wieder von einigen Spielern hören und lesen, dass die Wettkampfhärte fehlt.
Das sieht man ja gerade bei Timo: Der hat einfach so wenig wettkampfmäßig "trainiert", vor allem mit echten Menschen.
Ich finde, man sieht seinem Spiel an, dass er viel gegen den Roboter spielt.
Am Ende der EM ist er jetzt etwas besser in den Flow gekommen und konnte auch in den Rallys besser mithalten.
Ich persönlich halte es allerdings immer noch unrealistisch, dass er mit zu Olympia geht
Pro
- Erfahrung
- Linkshänder und guter Doppelspieler
Contra
- abnehmendes Niveau
- Verletzungsanfälligkeit