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Zitat von markx
Natürlich gibt es auch noch andere Aspekte, z.B. sieht man nach einem Fehlaufschlag des Gegners sehr selten Jubelarien; hier fehlt komplett der eigene Beitrag zum Erfolg.
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Ich hatte dazu einmal eine Unterhaltung mit einem Profitrainer im Volleyball. Hier ist es völlig normal sich über Fehlaufschläge lautstark zu freuen. Das machen Spieler und Fans.
Auf meinen Hinweis, dass das beim Tischtennis als unsportlich betrachtet würde, schaute er mich verdutzt an und entgegnete, dass man sich diesen Fehler doch erarbeitet habe. *Wir sind in der Annahme so gut, dass wir einen schwachen Aufschlag direkt bestrafen würden. Unsere Gegner wurden dadurch gezwungen riskanter aufzuschlagen und das führt eben auch zu Fehlern.*
Ich habe mir das durch den Kopf gehen lassen. Es hat mich überzeugt. Spiele ich gegen einen Anfänger, mache ich praktisch keine Fehlaufschläge. Ich muss sie nicht mit der Qualität spielen, die ich gegen starke Gegner benötige. Und je besser der Gegner im Rückschlag ist, desto mehr häufen sich bei mir Fehlaufschläge.
Viele sollten dringend ihr Verhältnis zum Fehlaufschlag überdenken. Auch der übertriebene Ärger über sich selbst ist unangebracht und nicht zielführend.
Genauso übrigens zu Netzrollern und Kantenbällen. Beide haben in der Regel wenig mit Glück zu tun, sondern haben ihren Ursprung in riskanteren Bällen.