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Alt 06.10.2023, 23:37
Matthias1234 Matthias1234 ist gerade online
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AW: Der Materialspezialist Spinfire

So ich möchte nun auch mal meine ersten Erfahrungen mit dem Spinfire mit euch teilen. Zu mir: Variabler Offensivspieler, TTR ca. 1770, getestet auf Petr Korbel in 1.8mm. Als Referenzbelag dient mir mein Victas VO>102.

Beim Kontern musste ich überraschenderweise erst mal feststellen, dass der Spinfire merklich langsamer ist als der V102. Dafür ist ein Abtauchen des Balles klar erkennbar, was auch für meine Gegner teilweise erst mal sehr ungewohnt war. Sonst ist mir aufgefallen, dass aggressives, schnelles Kontern schon anspruchsvoller ist als mit dem V102. Gerade bei eher toten Bällen reagiert der Spinfire gerne mal ein bisschen zickig und macht plötzlich einen unerwarteten Bogen, der bei mir immer wieder zu Fehlern geführt hat.
Blocken geht mit dem Belag ganz passabel. Für aggressives Draufgehen auf Topspin fehlte mir zwar etwas das Tempo und der Katapult, aber dafür waren Blocks durch das Abtauchen ecklig. Aber auch hier reagiert er bei langsamen Bällen gerne zickig. Bei schnellen Topspin der Gegner war er dafür erstaunlich kontrolliert.
Schupfen geht mit dem Spinfire sicher. Allerdings fiel es mir wirklich schwer den Gegner schnell und aggressiv anzuschupfen, um langsame Topspin des Gegners zu generieren. Auch kurze Schupfbälle auf halb-lange bis lange Schupfbälle waren irgendwie schwierig. Hin und wieder ist mir der Ball über den Belag gerutscht und dann ist er mir beim nächsten irgendwie ersoffen. Was den Spin angeht, konnte ich jetzt keinen merklichen Unterschied feststellen.
Entgegen seines Namens hat mir der Spinfire beim Topspinspiel auch nicht sonderlich gefallen. Man kann damit eröffnen, aber mit dem V102 habe ich hier viel mehr Möglichkeiten. Mit dem Spinfire habe ich ein Tempo das möglich ist, während ich mit dem V102 langsam mit richtig Spin eröffnen kann oder eben schnell an die Grundlinie mit Tempo. Zu hoch geratene Schupfbälle kann ich mit dem V102 mit einem wirklichen schnellen Topspin beantworten oder auch wenn zu kurz gerne mit einem Schuss. Beides mit dem Spinfire schwierig (wie gesagt fehlt da Tempo und Katapult). Spinblocks/Gegenspins am Tisch braucht man mit dem SPinfire nicht machen. Der Ball ist völlig harmlos.
Aufschlagsannahme muss man mit dem Spinfire sehr positiv hervorheben. Hier muss ich mit dem V102 mehr aufpassen.
Aufschläge gehen auch gefährlich, aber hier kein Vorteil zum V102.

Erstes Fazit: Für mein sehr offensives Spin-Kurznoppenspiel ist der V102 bisher die bessere Wahl. Für Spieler die nicht ganz so aggressiv spielen wollen, ist er aber eine gute Wahl. Der Belag ist sicher in Aufschlagsannahme, bietet eine hohe Kontrolle, wenn es einem beim Schupfen in erster Linie darum geht den Ball sicher zu spielen, hat eine merkbares Abtauchen des Balles bei geraden Bällen. Zudem kommt man einfach aus dem Schupfen raus mit der Eröffnung.


Der Belag bleibt trotzdem drauf, weil ich gesagt habe ich spiele mein Setup jetzt erst mal so wie ich es gekauft habe. Werde also sicherlich auch noch einen Langzeitbericht schreiben. Vielleicht geht mit dem Belag ja noch mehr, wenn ich mich mehr an den Belag gewöhnt habe.
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