Zitat:
Zitat von Claus
War jetzt weniger auf den Mindestlohn bezogen, eher allgemein. Und eher auf die bezogen wenn sie sich nicht mind 3 mal im Jahr nen Urlaub leisten können dann gehts ihnen Schlecht .....
Wobei ich den Eingriff in die freie Wirtschaft nie gut heise, letztlich sollte alles der Markt regeln. Und weg bereit ist in sich zu investieren oder bereit war der bekommt auch in der heutigen Zeit sehr einfach gut bezahlte Jobs.
Ist halt wie im Sport, der Fleißige wird immer mehr belohnt, bei gleichem Talent.
Und ich wäre für das abschaffen von Bürgergeld, nur Sachleistungen ebenso bei der Asylpolitik. Das würde schon ein wenig was regeln, ist auch nicht der heilige Gral aber ein Anfang.
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Spinn den Gedanken mal weiter:
Freier Markt weltweit in der IT, Konzernsprache Englisch, keine Regeln und in Indien warten 100 Mio gut ausgebildete ITler darauf dich im Lohn zu unterbieten.
Ähnliches ist ja in Deutschland mit der EU-Erweiterung im Produktionsbereich oder im Transportwesen passiert. Dort, wo sie jetzt niemanden mehr finden, der zu den Preisen arbeiten will.
Mindestlohn, auf Branchentarife, die allgemeinverbindlich erklärt werden, gegebenenfalls Zölle oder Mindestpreise bei internen Verrechnungen in internationalen Konzernen schützen auch seriöse Unternehmen vor den Dumpingbilligheimern.
Wie perfide ist das, wenn Edeka xyz den Tarif umgeht, ausgebildeten Einzelhandelskaufleuten auf Teilzeit 12 Euro zahlt und die dann auf deine, meine und auf aller anderer Steuerzahlerkosten "aufstocken"?
Steuergelder zu privaten Gewinnen machen? Outsourcing auf Kosten aller?
Seriöse Firmen sind übrigens von diesen Diskussionen gar nicht betroffen. Zahlen sowieso mehr.
Mal ein Beispiel zum Verständnis:
Die lokalen ÖPNV Betriebe hängen am TVÖD mit Zusatzleistungen. 20 Euro pro Stunde+, 135% Sonntags, Nachtzuschlag etc.
Die Politik wollte sparen und hat einige Linien an ein Reisebüro ausgelagert. 12 Euro, Anfahrt zur Ablösung nicht bezahlt, keine Zuschläge. Dafür beim Inhaber des Reisebüros und seiner Familie binnen kurzer Zeit 3 Villen, 10 Autos der Oberklasse und ein schickes Boot. Jammert aktuell, dass man keine Leute findet. Durch das Bürgergeld fällt die niemals versiegende Quelle Jobcenter weg.
Warum Steuergelder dorthin leiten? Da kann man die Leute auch gleich direkt bei der öffentlichen Gesellschaft anstellen. Kommt ja in Form von Einkommenssteuer auch wieder zurück.
Oder Gebäudereiniger: anstatt das Geld in die Marge der Ganoven zu stecken, einfach wieder jemanden dafür fest anstellen. Ging früher auch, meistens die Frau eines Arbeiters oder der berühmte "Hoffeger".
Lang hat (leider) Recht. Ein blindes Huhn findet auch mal ein Korn und die Union gab ihr die Steilvorlage.
Und beim Asyl ist die Debatte auch verlogen. Grenze zu und wer kein Aufenthaltsrecht hat gehört rausgeworfen. Wenn man wollen würde, dann ginge das.
Arbeitspflicht? Wo? Als Billigjobber in Konkurrenz zu seriösen Firmen?
Die freie Marktwirtschaft kannst du übrigens in Indien oder Brasilien sehen. Oder zum Teil in den USA.
Das Elend, diese Kriminalität, das kann hier keiner wollen.