Mit etwas Verspätung möchte ich meine persönliche Erfahrung teilen:
Am 12.09.2023 hatte ich zwei frische Beläge auf mein Tibhar MK Carbon geklebt:
1. Tibhar Hybrid K3 max schwarz (VH)
2. Tibhar Evolution MX-D 1,9~2,0 rot (RH)
Die Beläge habe ich bis zum 12.10.2023 gespielt, also im Ergebnis einen Monat:
14 Einheiten
33 Stunden Nettospielzeit
91 % Training 9 % Wettkampf)
Für mich hatten nun beide Beläge einen Zustand erreicht, der so stark vom Neuzustand abweicht, dass ich damit nicht mehr spielen wollte.
Beim K3 hat das Obergummi deutlich nachgelassen und das tangentiale Spiel war mir mit meiner Technik nicht mehr gut genug. Ich habe zunehmend frontal/orthogonal gespielt und den Ball noch mehr geprügelt. Die Qualität meiner Bälle war maßgeblich von Tempo geprägt, aber leider nicht mehr von Spin. Das hat mir nicht gefallen, da bei meinem Spiel (leider) ohnehin Tempo etwas dominiert.
Beim MX-D passierte etwas ganz anderes. Nach meinem Gefühl hat sich das Werkstuning im wahrsten Sinne des Wortes in Luft aufgelöst. Positiv kann ich festhalten, dass der MX-D zu einem sehr gefühlvollen, katapultlosen und extrem kontrollierten Belag wurde, der immer noch fantastischen Spin produziert hat. Je nach Vorliebe und Anforderungen wäre der Belag immer noch oder jetzt erst Recht großartig, da das Obergummi noch voll in Ordnung war. Ich merkte aber schon sehr deutlich, dass die leichte Katapultunterstützung, die ich auf meiner Rückhand noch benötige, nicht mehr vorhanden war. Das Teufelchen in mir würde den Belag jetzt wegwerfen, verschenken oder ähnliches.
Das Engelchen in mir flüsterte mir aber, dass es an der Zeit für ein Experiment war, da ich den Belag so im Wettkampf nicht mehr einsetzen würde. Ich gönnte dem Schwamm eine Wiederbelebungskur mit dem Dymax Maxizimer (
Methode wie hier beschrieben), und zwar mit zwei Schichten auf dem Schwamm. Das Ergebnis war ... näher an Mr. Hyde als an Dr. Jekyll. Ich habe den Belag etwas überbelebt. Er spielte sich zwar durchaus angenehm, wie noch ein bisschen mehr getunter als werksgetunt und hatte die typischen Symptome eines guten Tunings. Um ehrlich zu sein, es war schon geil. Für den Wettkampf, den ich damit aus persönlichen Prinzipien heraus nicht bestreiten würde, fühlte sich das aber schon etwas illegal nach Autorennen auf der Gemeindestraße an. Da ich noch einen weiteren gewichtsmäßig gleich selektierten MX-D und gut ausgelüfteten (also benutzten = Werkstuning verflogen) herumliegen hatte, probierte ich die o.g. Dymax-Wiederbelebungs-Prozedur erneut, aber mit nur einer Schicht. Denn eigentlich wollte ich nur feststellen, ob der Belag eine Wiederbelebung zulässt. Meine Antwort auf diese Frage: Es fühlte sich für mich wie ein neuer MX-D an. Naja, schade, dass das Ganze wohl illegal ist. Aber dieser herrliche frische Duft ... egal.
Meine Erkenntnisse zeigen mir, dass ich den K3 und den MX-D bei meinem Pensum einen Monat lang 100 % zufrieden spielen kann. Die Kosten dafür finde ich in Ordnung, immer noch deutlich günstiger als alle meine anderen früheren und aktuellen Hobbys.