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Die Schnellkraft beinhaltet die Fähigkeit des Nerv-Muskelsystems, den Körper, Teile des Körpers oder Gegenstände mit maximaler Geschwindigkeit zu bewegen.
Schnellkräftige Bewegungen sind programmgesteuert, d.h. sie laufen nach einem im ZNS gespeicherten Programm ab. Für schnellkräftige Bewegungen weisen talentierte Sportler ein sog. „kurzes“, weniger begabte ein „langes“ Bewegungsprogramm auf.
Durch Training sind diese Bewegungsprogramme in einem gewissen Rahmen beeinflussbar!
SCHNELLKRAFT ist von folgenden 3 Komponenten abhängig:
1. Vom vorliegenden Zeitprogramm
2. Vom Typ der aktivierten Muskelfasern (fast -- twich – Fasern: schnellsten sind die IIb-Fasern)
3. Von der Kontraktionskraft der eingesetzten Muskelfasern, d.h. vom Querschnitt der für max. schnelle Bewegungen erforderlichen schnellzuckenden Muskelfasern, insbesondere der IIb-Fasern
Wichtig ist: nimmt die zu überwindende Last zu, dann nimmt die Bedeutung der Maximalkraft für die Schnellkraft zu!
Da der TT-Schläger ja ein geringes Gewicht besitzt, ist die Maximalkraft im TT nicht von großer Bedeutung. Viel mehr spielt das Bewegungsprogramm (Reizleitung von Sinnesrezeptoren zum ZNS und wieder zurück zur Muskulatur) eine tragende Rolle.
Tipp: das Bewegungsprogramm spez. für Topspin lässt sich sehr gut am Roboter trainieren. ABER Vorsicht: wenn Schnellkraftausdauer abnimmt, sollte eine Pause von 1-2 min. eingelegt werden, da bei Ermüdung der Muskulatur die Koordination Einbußen hinnehmen muss; die Folge kann sein, dass ein falsches Bewegungsprogramm eingespeichert wird und somit kontraproduktiv trainiert wird!
Am Roboter lässt sich auch sehr gut die Schnellkraftausdauer trainieren. Sie ist für den TT-Spieler ebenfalls sehr wichtig; er muss nämlich z.B. bei einem Turnier auch noch nach 500 Topspins eine präzise Bewegungsausführung leisten können, d.h. die Feinstmotorik ist bei einer guten Schnellkraftausdauer auch nach längeren Spielen oder Turnieren noch gegeben!
Grüße von einem fertigen Sportstudenten!
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