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AW: Joola Dynaryz ZGR und CMD
Die Antwort auf die Frage der "Spielbarkeit" eines Belags ist schon sehr subjektiv.
Ich kenne nun gefühlt jede Odyssee betreffend Holz- und Belagwahl und die Überlegung, welche Kombination zu mir oder anderen Spielerinnen und Spielern passt. Daher möchte ich zumindest meine Wahrnehmung und Einschätzung abgeben.
Den Rakza Z Extra Hard habe ich noch nicht selbst gespielt, aber sehr wohl den K3, den (Donic BlueGrip) C1 und C2 sowie den Dynaryz ZGR. Wenn ich persönlich Beläge als relativ tot bezeichnen müsste, dann wären C1 und C2 tendenziell nahe an dieser Kategorie, während schon der K3 für mich nicht ansatzweise tot ist. Er ist katapultarm, sehr linear und hat für mein Dafürhalten ein angenehmes, gut kontrollierbares, Grundtempo.
Der Dynaryz ZGR ist für mich dagegen in jeglicher Hinsicht ein "Power-Update" zum K3, das mit seinen Vor- und Nachteilen einhergeht. Im Gegensatz zum K3 nehme ich einen höheren Katapult, ein höheres Grundtempo und einen stärkeren Spin bei Bällen wahr, die ich mit bis zu 70 % Einsatz spiele. Den Katapult und das Grundtempo muss man schon mögen und beherrschen können. Mir war es am Ende zu viel des Guten oder auch anders gesagt: Ich bin zu schlecht für diesen Belag. Er ist nach der Eröffnung, die wunderbar leicht von der Hand geht, und dem ersten Gegentopspin sehr anspruchsvoll. Grundtempo, Katapult und Spinempfindlichkeit erfordern wirklich sehr gute Technik, Beinarbeit, usw. Da war der K3 dagegen ein "Leichtspielbelag". Wenn man in einer Klasse spielt, in welcher der Ballwechsel nach dem 1. Gegentopspin beendet ist, wirkt sich das vielleicht nicht stark aus. Aber sobald es anspruchsvoller wird, wird es ... schwer.
Was definitiv geht: Topspin ohne sich den Arm auszureißen.
Was nicht geht: Ankommenden Spin mit passiver Leichtigkeit beherrschen.
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Angriff ist die beste Beleidigung.
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