Zitat:
Zitat von Frei statt Bayern
Morgen bin ich in Iffigheim.
Weihnachten mit Familie, aber auch mit ein paar Landwirten, die von unseren jungen Neffen immer eingeladen werden.
Die sind alle schon jetzt heiß auf den 8.1. Dieses Mal kommen viele mit gefüllten Anhängern! :-)
Du weißt sicher, wo unsere Landwirte in der Vergangenheit politisch standen. Ich weiß, wo sie jetzt stehen. Ich hätte nie gedacht, dass dieses Umschwenken möglich gewesen wäre! Aber für die geht es jetzt echt um ihren Arsch!
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Erstmal vorab:
Ich kann die Bauern verstehen, sie haben in vielen Punkten Recht.
Nichtsdestotrotz ist mir das Gejammer auch hier wieder zu extrem. Ich kenne auch hier etliche Landwirte und denen geht es mehr als gut. Etliche herausragende Einnahmequellen abseits des klassischen Bauernhofs haben sie erschlossen, dazu haben sie sich alle durch Verkauf von Bauland in den letzten 40 Jahren dumm und dusselig verdient. Ich habe mir die Demo angeschaut und da standen massenhaft Trecker im Wert eines Lambo. Dazu kommt, dass sie jahrelang von der "grünen" Moralwende massenhaft profitiert haben. Gerade durch den Ökotrend und ihre darauf basierenden, florierenden Hofläden oder auch mit der Direktlieferung dieser Produkte an örtliche Supermärkte. Der ein oder andere konnte auch gar nicht schnell genug ein Windrad auf seine Felder setzen. Der ein oder andere ist aktuell auch sehr schnell zur Stelle, wenn es darum geht Ackerflächen für Solarparks zu nutzen. Bei 30 Jahren Pachtangebot zu 6.000 Euro pro Jahr je Ha auch sehr verlockend. Auch den "Haustierboom" wissen sie zu nutzen, "'Pferdehöfe" sind in den letzten Jahren wie Pilze aus dem Boden geschossen. Auch Gastro wurde entdeckt, "Hoffeste" und Verpachtungen von alten Scheunen zu diesem Zweck wäre und sind ein super Geschäft.
In der Summe hat man so zwar individuell auf die klassische Landwirtschaft projiziert durchaus valide Argumente, nur hat man sich längst so breit aufgestellt, dass die Existenz der Höfe nun nicht unbedingt von Entscheidungen der Grünen abhängt.